Glücklich vermittelt

Glücklich vermittelt – Tierschutzliga Dorf Neuhausen2025-12-31T19:41:53+01:00

Wir haben ein Zuhause

Liebe Menschen haben uns mit zu sich nach Hause genommen. Leider sind noch viele unserer Hunde- und Katzengefährten im Tierheim zurückgeblieben. Auch sie wären glücklich, wenn sie wie wir ein neues liebevolles Zuhause finden könnten oder zumindest einen netten Menschen, der sie mit einer Patenschaft unterstützt.


Wann wird endlich Frühling?

Februar 9, 2012|

Lenox_201202Seit über 14 Tagen hält diese Eiseskälte nun an. Unsere Heizölreserven schrumpfen von Tag zu Tag und trotzdem werden die Tierhäuser nicht warm. Am Montag kommt erst die neue Öllieferung (die Rechnung hoffentlich erst Monate später…) Während sich unsere Samtpfoten um die heiß begehrten Plätze auf den lauwarmen Heizungen streiten, müssen wir bei kleinen Weichei-Hunden, wie unserem Lenni, zu anderen Maßnahmen greifen.

Andere Hunde hingegen lieben den Schnee und können die Nase davon gar nicht voll genug bekommen. Hier Jungspunt Balou.

Es wird Zeit, dass Frühling wird!
Dr. Annett Stange

Es ist kalt-3 Balou_201202

Schweinerei

Februar 6, 2012|

Mrs PiggyHeute ist es an der Zeit über ein paar schweinische Neuzugänge zu schreiben. Miss Piggy, Miss Peggy und Frederick kamen bereits Ende letzten Jahres aus einer Beschlagnahmung von 10 Schweinchen in Sachsen Anhalt zu uns. Die Mini-Pigs waren damals allesamt in keinem guten Zustand. Irgendwie hatten wir daher gehofft, dass die beiden Schweinedamen nicht trächtig sind. Aber leider wurden wir dieses Wochenende eines besseren belehrt. Schweinchen vermehren sich eben auch, wenn es ihnen schlecht geht. Naja, und bei der guten Fütterung in den letzten 2 Monaten bei uns, haben wir uns wegen den dicken Bäuchen erst nicht so dolle Gedanken gemacht.

Nun – so sieht die Schweinerei jetzt aus. Soooo niedlich.

Schweinebabys Schweinebaby-1

 

 

 

 

 

Bei -25°C hoffen wir natürlich, dass alle durchkommen. Aber Mama Miss Piggy passt gut auf und wärmt brav die Babys. Leider ist Miss Peggy wahrscheinlich auch tragend, so kullerrund wie ihr Bäuchlein inzwischen ist.
Dr. Annett Stange

 

Badetag

Januar 30, 2012|

Funny_Badetag_Dreck ohne EndeHeute war großer Badetag für Hündin Funny, die wir vor einer Woche aus dem polnischen Tierheim von Dluzyna Gorna übernommen haben. Funnys Fell war so mit Dreck, Kot und Urin verklebt, dass die Hündin kaum laufen konnte – vom extremen Geruch mal ganz abgesehen. Aber sehen Sie selbst, nach über 2 Stunden einweichen, shampoonieren, rubbeln, bürsten, schneiden, scheren und fönen – sieht sie doch jetzt halbwegs passabel aus. Und Funny war sooo lieb. Die ganze Prozedur, lies sie ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen. Hier die Bilder – vorher – beim Baden – hinterher (ein kleines Schäfchen).

Funny_Badetag_nachher Funny_Badetag_vorher

 

 

 

 

 

Übrigens, der kleine, beige Fundhund aus Burg wurde heute von seinem überglücklichen Frauchen wieder abgeholt. Nun hat er einen Chip und wurde gleich bei uns noch online beim zentralen Haustierregister Tasso registriert, damit er beim nächsten Mal ohne Umwege zu seinen Menschen zurück findet.
Dr. Annett Stange

Fundtiere über Fundtiere

Januar 29, 2012|

Fundhund_Burg_20120128Was ist denn dieses Wochenende los gewesen? Gleich 5 Fundtiere mussten von uns aufgenommen werden. Am Freitag Nachmittag ein völlig verhungerter, verschnupfter und geschwächter, getigerter Kater aus Briesen. Zum Glück frißt er inzwischen mit gutem Appetit. Am Samstag ein kleiner, beiger Spitz-Mixrüde aus Burg/Spreewald, am Sonntag ein schwarz-brauner Collie-Schäferhundmixrüde aus Klein Döbbern und noch 2 getigerte Kater aus Neuendorf. Wobei der große getigerte Kater gut genährt ist und der kleine Kater (getigert mit weißem Latz und Pfötchen) völlig unterernährt und verwahrlost. Hier erst einmal die Bilder der Fundhunde und des Katers aus Briesen. Leider sind alle Tiere nicht gechipt. Aber vielleicht erkennt ja jemand seinen Vierbeiner. Für Hinweise sind wir wie immer dankbar.
Dr. Annett Stange

Fundhund_Klein Doebbern_20120129 Fundkatze_Briesen_20120127

verletzte Katze gefunden

Januar 26, 2012|

Fundkatze_Spb_20120123Am 23.1.2012 holten wir aus Spremberg vom Schomberg einen völlig unterernährten, verletzten und dazu noch blinden, kastrierten Kater. Vermutlich hatte der Kater einen Autounfall und ist dadurch eventuell erst kürzlich erblindet. Völlig orientierungslos und dazu noch mit einem Oberschenkelbruch irrte er durch Sprembergs Straßen auf der Suche nach Hilfe. Eine tierliebe Anwohnerin beobachtete das arme Tier und verständigte uns. Der Zustand des Katers war sehr kritisch. Trotz aller Bemühungen unserer Tierärztin verstarb der absolut liebe Kater am Mittwoch.

Wir sind sehr traurig darüber, denn niemand weiß, wie lange dieses arme Tier schon so herum lief. Vielleicht hätten wir ihn retten können, wenn sich eher jemand ihm angenommen hätte.
Dr. Annett Stange

Im polnischen Tierheim

Januar 25, 2012|

Cora-Li_in_Polen-2Am Wochenende waren wir wieder einmal in Polen. Nach einem Aufruf im Internet für eine alte Deutsche Schäferhündin namens Cora-Li wollten wir dieser armen Hündin helfen, die uns so sehr an unsere verstorbene Cora erinnert. Cora-Li sollte einen Platz bei uns im Tierschutzliga-Dorf bekommen, um hier aufgepäppelt zu werden und vielleicht sogar eine Chance auf eine neue Familie zu erhalten. 13 Jahre alt und davon schon fast 2 Jahre im Tierheim – mit einer Vermittlungschance in Polen von gleich Null.

Aber wie das immer so ist, wenn man selbst in so ein polnisches Tierheim fährt, schaut man sich ja dann doch um. Die vielen traurigen Hundegesichter, die fast alle einen flehend anschauen – „Nimm mich mit“. Viele Hunde zusammen gepfercht in kleinen Zwingern, alles nass, weil ständig mit Wasser ausgespritzt wird, nirgendwo ein Rückzugort, ständig Beissereien, viele Hunde mit Verletzungen, die sie von den ewigen Rangkämpfen um den besten Platz davon tragen. Viele graue Schnauzen voller Resignation. Sie wissen, dass sie diesem Ort nicht mehr lebend entkommen.

Die süßen, kleinen und jungen Hunde haben gute Chancen. Selbst in Polen finden sie leicht Abnehmer. Doch die Großen, die Ängstlichen, die Grauen oder Schwarzen und die Alten – sie haben keine Chance. Nicht einmal die meisten deutschen Tierschutzvereine wollen sie aufnehmen.

Irgendwie bleibt man dann an bestimmten Hundeaugen hängen. Man fragt die Pfleger. Wie lange ist denn der oder der schon hier. Vier Jahre, Fünf Jahre oder länger – das ist keine Seltenheit. Wie verkraftet das ein Hund?

Bei uns werden alle Hunde verwöhnt ohne Ende. Sie bekommen regelmäßig Auslauf. Es wird auf die Gruppenzusammenstellung geachtet, dass die Hunde sich immer gut verstehen und es zu keinen Raufereien kommt. Sie haben einen geregelten Tagesablauf, mit Ruhe- und Wachphasen. Sie haben weiche und trockene Plätze zum Liegen. Das gibt es in einem polnischen Tierheim alles nicht. Vom Prinzip sind die Hunde 24 Stunden wach, Tiefschlaf ist nicht einmal in der Nacht möglich, weil immer wieder Hunde bellen und damit alle wach machen. Die Hunde werden häufig zusammen gesperrt, wie gerade Platz ist. Kämpfe mit Todesfolge sind keine Seltenheit…

Und trotzdem gibt es Hunde die das weg stecken, die irgendwie überleben, die nach 5 Jahren polnisch

Hund vor Tierheim angebunden

Januar 18, 2012|

In den frühen Morgenstunden des 17.1.2012 wurde dieser völlig verhungerte, dehydrierte, alte Rüde bei uns im Wald am Tierheim angebunden. Wie viele Stunden das arme Tier ausharren musste, wissen wir nicht. Erst gegen 6.30 Uhr entdeckten wir das verstörte Tier. Neben ihm lag ein völlig durchnässtes und viel zu kleines Bastkörbchen mit Decke drin.

Wer weiß, wie lange dieser Hund schon Hunger leiden musste. Seine deutlich sichtbaren Rippen sprechen Bände. Gierig hat er heute bereits 3 kleine Futter-Portionen verschlungen.

Nun können wir wieder nur rätseln, warum man uns diesen Hund angebunden hat. Ist vielleicht sein Besitzer verstorben und die Verwandtschaft wollte den Hund nicht? Oder ist man sich des alten Hundes überdrüssig gewesen? Für uns ist es besonders traurig, weil der Hund uns seine Geschichte nicht erzählen kann. Nicht einmal seinen Namen wissen wir nun.

Wir reißen niemanden den Kopf ab, wenn er seinen Hund aus einem bestimmten Grund abgeben muss. Sicher können wir nicht immer gleich jeden Hund aufnehmen, weil uns manchmal einfach der Platz fehlt. Auch können wir keinen Hund kostenlos bei uns aufnehmen, denn der Tierarzt für die Impfung, Chip und Kastration will auch bezahlt werden. Doch über alles lässt sich reden und wir sind die letzten, die Menschen mit ihren Tiere in einer Notsituation im Stich lassen!

Wir hoffen nun, dass jemand diesen Hundeopi wieder erkennt und uns sachdienliche Hinweise über seine Herkunft, sein Alter und auch seinen Namen machen kann.
Dr. Annett Stange

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Persönliches

Januar 15, 2012|

wirImmer wieder werde ich gefragt. „Sie sind doch bestimmt Tierärztin?“ Und das nur, weil ich einen Doktortitel trage und einen Tierschutzverein mit Tierheim leite. Aber, ich bin „nur“ eine promovierte Biologin, die seit Kindesbeinen mit Tierheimen und dem Tierschutz verbandelt ist und einfach ihren Traum zum Beruf gemacht hat.

Bereits seit dem 11 Lebensjahr gehörten die Tiere im Tierheim zu meinem Lebensmittelpunkt. Damals schleifte mich meine Mutter ins städtische Tierheim, weil sie gehört hatte, dass auch Jugendliche dort mithelfen können. Ich durfte Zuhause nur zwei Meerschweinchen halten, wünschte mir aber so sehr einen Hund.

Seit dieser Zeit verbrachte ich fast jede freie Minute nach der Schule, in den Ferien und jedes Wochenende im Tierheim. Den Beruf des Tierpflegers durfte ich allerdings nicht erlernen. Ich sollte was „Richtiges“ machen, eben studieren. Aber für das Studium zur Tierärztin fühlte ich mich nicht bereit. Selbst die Operation meines Hamsters, den ich zwischenzeitlich aus dem Tierheim hatte und der sich leider eine Granne in die Backe rammte, führte dazu, dass ich in Ohnmacht fiel. Also forschte ich weiter und entdeckte das viel weniger blutige Biologie-Studium für mich.

1999 gab es dann leider ein sehr einschneidendes Erlebnis in dem Tierheim, wo ich bis zu diesem Zeitpunkt fast Rund um die Uhr ehrenamtlich tätig war. Daraufhin suchte ich händeringend nach einem anderen Tierheim oder Gnadenhof, wo ich meine beiden Lieblingshunde, die ich in diesem Tierheim hatte, umgehend unterbringen konnte. Zum Glück fiel mit die Telefonnummer vom Tierschutzliga-Dorf in die Hände. Nach einem netten Telefonat mit der damaligen Leiterin des Tierheims, Frau Schacht, durften meine beiden Lieblingshunde ins 120 km entfernte Groß Döbbern umziehen.

Seit dieser Zeit ist das Tierschutzliga-Dorf mit seinen Tieren und Menschen nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Als mir 2008 die Leitung des Dorfes angetragen wurde, fiel es mir mehr als leicht „Ja“ zu sagen. Meine Promotion hatte ich zum damaligen Zeitpunkt bereits erfolgreich beendet und eine Forschungskarriere stand nicht so nach meinem Sinn.

Im Oktober 2010 wurde ich, nach dem Rücktritt der damaligen Vorsitzenden, zur 1. Vorsitzenden der Tierschutzliga in Deutschland e.V. gewählt.
Dr. Annett Stange

Hundewelpen-Mafia

Januar 14, 2012|

Wir sind überglücklich, denn die ersten Spenden und Spendenzusagen für die Notfälle aus Polen und Ungarn sind bei uns eingegangen. Diesen armen Hundenasen werden wir bald helfen können. Aber gleichzeitig haben wir auch Kenntnis von einem schrecklichen polnischen Tierheim erhalten. Dort müssen alle Hunde in winzig kleinen Boxen (wirklich Transportboxen oder 1×1 Meter Holzkisten!) oder in vergitterten Hundehütten leben. Die Bilder sind einfach zu schrecklich und treiben uns die Tränen in die Augen. Wir wollen sie hier nicht veröffentlichen, solange wir nicht wissen, wie wir helfen können. Momentan sind wir mit Tierschützern in Polen in Kontakt, die versuchen, in diesem Tierheim zu helfen.

Gerade vor zwei Tagen kam im ZDF eine Reportage über die Hundewelpen-Mafia, die in Polen Hundewelpen produziert und dann in Massen auch nach Deutschland verkauft. Und immer wieder finden sich Käufer für diese „Schnäppchen-Welpen“. In Zeiten von Internet, Fernsehen usw. müsste man doch wirklich meinen, dass endlich jeder aufgeklärt wäre über das Elend dieser Welpen (und vor allem der Zuchthunde, die in den Vermehrerstationen leiden). Aber, wie so häufig, wird eben nur aufs Geld geschaut – es muss ja unbedingt ein Rassehund sein, Hauptsache, billig.
Dr. Annett Stange

Es ist einfach traurig

Januar 13, 2012|

Gestern Abend mussten wir schweren Herzens unseren Opi Bello erlösen lassen. Die Tierärztin kam ins Tierheim, damit Bello in Frieden auf seiner Decke, in seiner gewohnten Umgebung für immer einschlafen kann. Wir hatten so gehofft, für Bello noch einen schönen Platz bei lieben, verständnisvollen Menschen zu finden. Aber es sollte nicht sein.

Heute musste eine ganz liebe Neufundländermix-Hündin zu uns. Sie ist ein Scheidungsopfer. Und obwohl der Mann weiter in Haus und Hof wohnen bleibt und auch die eigene Schäferhündin behält, muss die arme Hündin Anja zu uns ins Tierheim. Frauchen konnte Anja nicht mitnehmen in die kleine Mietwohnung. Es ist einfach traurig, wenn solche Dinge auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden, nur weil der Hund früher der Frau gehörte. Anja ist jetzt völlig durch den Wind, hat sie doch die letzten 5 Jahre ein gutes Zuhause gehabt. Aber zumindest ist sie jetzt in guter Hundegesellschaft. Sie wohnt nun mit unserem blinden Stevy zusammen. Er wird ihr schon wieder zu Lebensfreude verhelfen.

Unser alter Votum hat seit heute auch etwas mehr Lebensfreude. Er hat eine Hundefreundin bekommen, mit der er nun vorerst stundenweise zusammen im großen Auslauf herum rennen kann. Granny findet Votum noch nicht so Hundertprozent Klasse, da der alte Hundemann doch ziemlich stürmische Liebesattacken zeigt. Aber für Senior Votum ist die recht agile Omi Granny ein Jungbrunnen.
Dr. Annett Stange

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Einige unserer Bewohner haben nicht so viel Glück, sie gelten als unvermittelbar und suchen Paten.

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