Wir haben ein Zuhause
Liebe Menschen haben uns mit zu sich nach Hause genommen. Leider sind noch viele unserer Hunde- und Katzengefährten im Tierheim zurückgeblieben. Auch sie wären glücklich, wenn sie wie wir ein neues liebevolles Zuhause finden könnten oder zumindest einen netten Menschen, der sie mit einer Patenschaft unterstützt.
Gina
Vielleicht bedeutet Liebe auch zu lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
Am 6.12.2013 hat uns unsere alte Gina für immer verlassen. Seit Wochen wussten wir von ihrem Leiden und taten alles Menschen-mögliche, um ihr noch ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Doch irgendwann helfen selbst die besten Medikamente, teures Spezialfutter und die ganz Liebe und Zuwendung nicht mehr. Nach 4 ½ Jahren in unserer Obhut mussten wir Gina im Alter von 14 Jahren für immer gehen lassen, denn es gab keine Aussicht auf Heilung oder Linderung mehr.
In den Armen ihrer Pflegerin trat Gina ihre letzte Reise an.
Alle Hundepfleger und ihre geliebten Paten werden Gina in liebevoller Erinnerung behalten. Gina, die drahtige Dobermixhündin, die manchmal kratzbürstig zu anderen Hunden, aber immer gehorsam, anhänglich und dankbar gegenüber ihren Menschen war. Eine treue Seele, die für ihre Familie durchs Feuer gegangen wäre – doch niemand wollte ihr eine Chance geben.
Mach‘s gut altes Mädchen, jetzt bist Du wieder bei Deinem geliebten Herrchen.

Chacco
Liebes Tierschutzligateam,
eine Woche ist es nun schon her, dass ich, Euer „Riesenbaby“ Chacco bei Euch ausgezogen bin! Auch wenn Ihr Euch immer ganz dolle Mühe mit mir gegeben habt, ich glaube bei meinem neuen Herrchen in Bad Liebenwerda möchte ich alt werden!
Er hat mir ein richtig tolles Schloss gebaut, so richtig isoliert und sogar nochmal ganz viel Stroh zum einkuscheln rein getan. Manchmal dekoriere ich zwar noch etwas um, aber das darf ich sagt mein Herrchen.
Der ist zwar gelegentlich streng zu mir, aber ich muss ja auch noch so viel lernen! Die anderen Menschen auf dem Hof kenne und mag ich mittlerweile auch, dass die Autos, Radfahrer, Nachbars Hühner und das freche Eichhörnchen mir nichts bösen wollen, begreife ich auch langsam. Mein Herrchen übt das auch mehrmals am Tag mit mir. Und er ist schon richtig stolz auf mich, weil ich solche Fortschritte mache.
Er sagt, wenn ich richtig auf ihn höre und nicht in allem eine Gefahr für ihn und mich sehe, will er mich mitnehmen, wenn er seiner Arbeit nachgeht. Darauf freue ich mich schon riesig, Herrchen arbeitet nämlich als Ranger und da darf ich mit ihm zusammen meine neue Heimat erkunden, durch die Wälder laufen und über Wiesen und Heiden stromern. Aber davon berichte ich Euch dann später einmal!
So, nun werde ich mir richtig Mühe geben beim Üben, denn wenn Herrchen mit mir zufrieden ist, knuddelt und kuschelt er danach manchmal mit mir- und das mag ich doch sooooo!
Liebe Grüße aus Bad Liebenwerda sendet Euch
Little Chacco

So schnell kanns gehen
wieder einmal wurde uns gezeigt, dass jedes (scheinbar kerngesunde) Tier plötzlich schwer krank werden kann und dessen Behandlung im Handumdrehen mehrere hundert Euro kostet. Ein Fakt, den sich jeder Tierbesitzer durch den Kopf gehen lassen sollte – bevor er sich ein Tier anschafft.
Diesmal hatte es unsere scheue Hündin Pia buchstäblich über Nacht erwischt. Ein paar Tage hatte Pia ihr Trockenfutter mit schlechtem Appetit verspeist, alles andere (leckeres Nassfutter z.B.) aber mit Wonne gefuttert. Der Verdacht lag bei „gammligen“ und dadurch vielleicht schmerzenden Zähnen, was ja mal vorkommen kann, bei einem fast 9 jährigen Hund. Der Schreck saß tief, als sie eines Morgens gar nicht fressen wollte und ihr Zahnfleisch, die Augen, die Ohren unnatürlich quietsch-gelb leuchteten. Mit zitternden Knien – auch wegen der extremen Scheu von Pia und der ständigen Fluchtgefahr – gings sofort in die Tierarztpraxis. Verdacht – Leberversagen. Pia musste sofort weiter in die Tierklinik zur stationären Behandlung, denn Pia ging es immer schlechter. Die Sorgenfalten unserer Tierärztin und der Tierklinikärzte ließen uns nichts Gutes ahnen.
Zwei schlaflose Nächte und sorgenvolle Tage – dann kam die Entwarnung aus der Tierklinik, die Leberwerte hatten sich deutlich verbessert und Pia eine Überlebenschance. Sie zeigte auch schon wieder ihr Fluchtverhalten und der Appetit war zurück gekehrt. Nach einer Woche konnten wir Pia wieder abholen. Noch bekommt sie Medikamente, doch alle Tierärzte sind guter Hoffnung, dass Pia wieder gesund wird.
Eine genaue Ursache von Pia’s plötzlicher akuter Leberentzündung konnte trotz aller möglichen Untersuchungen nicht gefunden werden. Aber Hauptsache Pia ist wieder fit und munter.
Die Tierärzte haben uns bestätigt, wenn wir nicht umgehend gehandelt und sie zu intensiven Behandlung in die Klinik gegeben hätten, wäre Pia gestorben.
Was bleibt, ist nun die hohe Tierarztrechnung von mehreren hundert Euro. Eine Rechnung mit der niemand gerechnet hat und die man als Hundebesitzer (oder wir als Tierheim eben) aber trotzdem irgendwo einplanen muss. So ein Haustier kann eben ein teures „Vergnügen“ sein.
Pia interessiert dies alles nicht, sie tobt schon wieder (ähnlich, wie auf den Fotos vom Sommer) zusammen mit ihren Hundekumpels durch die Gegend.

Dr. Annett Stange
Wir wollen einen Hund für draußen …
dies ist ein Satz, den wir jede Woche mehrmals zu hören bekommen. Einen Hund für draußen – der auch draußen schlafen soll – dem jeden Abend vor der Nase die Haustür zugemacht wird oder schlimmer noch der jede Nacht im Zwinger weggesperrt wird.
Oft sind die Interessenten dann enttäuscht, wenn wir ihnen den Hefter mit den „Hunden für draußen“ vorlegen. Denn in diesem Hefter sind nicht die kleinen Struppies oder sanftmütigen Familienhunde, sondern die kernigen, nicht immer Familien-tauglichen Burschen unter unseren Hunden – wie Hasso, Bobby, Ursel oder Charly. Also Hunde, die erst einmal das nötige Fell für eine reine Außenhaltung und vor allem das eigenständige und zum Teil auch eigenwillige Wesen dafür haben. Viele Interessenten reagieren dann mit Unverständnis – so nach dem Motto – „der letzte Hund war auch glücklich als Hofhund, schließlich wurde er 12 Jahre“. Ob dies wirklich 12 glückliche Jahre waren, wird der Hund seinen Leuten sicherlich nicht erzählt haben. Und nur weil ein Hund draußen lebt oder schlecht gehalten wird, muss er nicht unbedingt früh sterben – dies erleben wir während unserer Tierschutzarbeit ständig – siehe „Ivel“, der 13 Jahre als reiner Zwingerhund auch überlebte. Sein seelischer Schaden von dieser Haltung ist leider nicht zu übersehen.
Wir möchten alle Hunde an das beste Zuhause vermitteln, was sie bekommen können. Und dazu gehört eben, dass sie engen Familienanschluss bekommen und eben nicht von 24 Stunden am Tag – mindestens 22 Stunden alleine sind. Rechnen Sie mal zusammen, wieviel Aufmerksamkeit ein „Außenhund“ vor allem im Winter bekommt. Früh ist es dunkel, sie müssen zur Arbeit – wenn der Hund Glück hat, bekommt er noch eine Gassirunde, wenn nicht, vielleicht eine Streicheleinheit. Dann sind sie 8 bis 9 Stunden weg und es ist schon wieder dunkel wenn Sie heim kommen. Der ein oder andere lässt dann noch den Gassigang sausen – der Hund kann ja schließlich den ganzen Tag auf dem Hof rennen (was er sowieso nicht tut, weil er lieber im Liegen auf seine Familie wartet und von gemeinsamen Erlebnissen träumt). Dann wird der Hund noch gefüttert und schon ist er wieder alleine – bis zum nächsten Morgen.
Der Hund ist und bleibt ein Rudeltier. Er ist einfach zufriedener, wenn er abends mit neben der Couch liegen darf.
Anmerkung vom 7.12.2013: Anscheinend fühlen sich durch diesen Blog-Eintrag mehrere Außen-Hundehalter persönlich angegriffen. Dies sollten Sie jedoch nicht tun, wenn Sie Ihren Hund artgerecht und der „Hundehalteverordnung für die Haltung von Hunden im Freien“ entsprechend halten und nicht nur die darin enthaltenen Minimalanforderungen erfüllen. Wir sind nicht generell gegen eine Außenhaltung von Hunden! Allerdings ist eben auch nicht jeder Hund für eine Außenhaltung geeignet.
Dr. Annett Stange
Wer hat ein großes Herz für Hundeomi Babcia?
Wieder einmal erreichte uns ein Notruf aus Polen. Vor einigen Wochen wurde eine 15 jährige, zarte Schäferhundmix Hundeseniorin von ihrer Familie im Tierheim abgegeben – weil die Tochter ins Ausland ging und die Eltern keine Lust mehr auf den alten Hund hatten. Babcia (Oma auf polnisch) nannten sie die Pfleger, wie die Omi wirklich heißt, erzählten die Vorbesitzer nicht – es war ihnen egal. Vor eine Woche brach Babcia im Zwinger zusammen. Sie konnte einfach nicht mehr, war am Ende ihrer Kräfte. Mit Sicherheit wäre sie in den nächsten Tagen gestorben.
Zum Glück für Babcia informierte uns sofort eine Pflegerin und wir konnten erreichen, dass Babcia in die Tierklinik nach Deutschland gebracht wurde. Die wunderbaren Tierärzte und Helferinnen in der Klinik taten alles, damit Babcia wieder auf die Beine kommt. Und nach nur 2 Tagen ging es wieder Bergauf mit ihr – keine Spur mehr von „Sterben wollen“. Am Freitag konnten wir Babcia nun aus der Klinik zu uns holen.
Was für ein liebes Hundewesen. Keiner von uns kann verstehen, wieso ihre Familie sie auf ihre letzten Tage noch im Stich gelassen hat. Ja, sie läuft schlecht, hört fast nichts mehr, aber ihr Blick ist wach und aufmerksam, ihr Appetit hervorragend. Als sie gestern auf unseren alten Ranger – ihren neuen Zimmerkumpel – traf, ging ihr Schwänzchen vor Freude. Heute mittag erwischten wir sie tief schlafend auf der Couch.
Jetzt gibt es nur einen großen Wunsch von uns für Babcia – ein richtiges Zuhause, bei einer Familie die sie wirklich noch einmal richtig liebt, die sich bis zum Ende um sie kümmert und sorgt.
Babcia hätte dies wirklich mehr als verdient.

Dr. Annett Stange
3. Tierheim-Hundewanderung 2013
Am Reformationstag trafen wir uns zur 3. Tierheim-Hundewanderung 2013. 45 Hundefreunde mit 32 Tierheimhunden und 7 ehemaligen Schützlingen machten sich auf eine 3,5 stündige Tour durch unsere ans Tierheim grenzenden Wälder und Wiesen. Vorbei an zwei Waldseen, bei herrlichstem Sonnenschein, haben alle das traumhafte Wetter und die gute Laune von Mensch und Tier genossen. Für unsere Tierheimschützlinge war die Wanderung wieder eine tolle Abwechslung vom Tierheimalltag. Alle liefen nach kurzem anfänglichen Ziehen und Bellen brav nebeneinander her, ließen sich in den Pausen kuscheln und knüpften Freundschaften untereinander.
Genießen auch Sie einen kleinen Eindruck von diesem wunderschönen Erlebnis mit unserer Dia-Show.
Happy End für den kleinen Fundkater aus Spremberg
Der kleine Fundkater vom 23.9.2013 wurde nach 2 Tagen von seiner Familie wieder abgeholt. Das Katerchen war am morgen des 23.9.2013 in Weskow entlaufen – wir vermuten, dass er in ein Auto eingestiegen ist – denn am Mittag des 23.9. wurde er bereits in Spremberg am Ärztehaus frierend und völlig durch den Wind von einer Tierfreundin aufgelesen. Seine Familie hatte Gerry auch erst vor kurzem sehr krank gefunden, war mit ihm bereits beim Tierarzt gewesen, doch der kleine Frechdachs hatte sich heimlich aus dem Haus geschlichen. Sie waren überglücklich, dass sie den kleinen Kerl wohlbehalten bei uns wieder abholen konnten.
Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch bei dieser Geschichte. Wenn es nach dem Ordnungsamt Spremberg gegangen wäre, hätte die Finderin (die auch nur Besucherin in Spremberg war) den kleinen Kater wieder am Ärztehaus laufen lassen sollen – denn beim Ordnungsamt wurde der Kater nicht als Fundsache betrachtet. Mit den lapidaren Worten „der findet schon wieder heim“ wurde die Finderin bei der Ordnungsbehörde abgespeist und zudem noch zu einer Straftat, dem Aussetzen eines Tieres, angehalten. Niemals hätte Gerry vom Spremberger Stadtzentrum wieder ins Kilometer weit entfernte Weskow gefunden. Sicherlich wäre er jämmerlich eingegangen oder verunglückt. Wir und besonders Gerrys Familie danken der lieben Tierfreundin, die sich dem kleinen Kater angenommen und ihn nicht einfach im Stich gelassen hat.
Dr. Annett Stange
Ganz viele Teddybären suchen IHREN Menschen
Seit kurzem ist unser Tierheim überfüllt mit großen Teddybären von Hunden – Herdenschutzhunden – die zum Teil vom Veterinäramt beschlagnahmt, zum Teil gefunden wurden oder deren Besitzer sich nicht mehr kümmern konnten. Insgesamt 11 dieser doch sehr speziellen und sehr großen Hunde sind nun bei uns im Tierheim und suchen verantwortungsbewußte Menschen, mit viel, viel Platz und Zeit für diese ganz besonderen Hunde. Hier nur unseren neuesten Zugänge: Arkan, Baba, Balou, Edina, Elfi, Erosch und Nathan – die in den nächsten Tagen hier auf unserer Seite näher vorgestellt werden.
Herdenschutzhunde sind ursprünglich dafür gezüchtet wurden eigenständig eine Herde gegen alles was vier und zwei Beine hat zu beschützen (nicht zu hüten, wie das Border Collie z.B. tun). Das heißt aber auch, dass unsere Herdis im Tierheim auch ihr neues Zuhause ernsthaft beschützen werden. Es gibt viele interessante und informative Internetseiten über Herdenschutzhunde und ihre Eigenheiten. Interessenten für unseren Bären sollten sich auf jeden Fall vorher informieren.
Dr. Annett Stange

Bericht zum Tag der offenen Tür 2013
Was für ein Tag – der Wahlsonntag am 22. September 2013. Vielleicht war es die Bundestagswahl (weil man ja eh schon einmal draußen unterwegs war), vielleicht auch das gute Wetter, ganz bestimmt aber das Interesse an unseren Tieren und unserer Arbeit, die an diesem Tag weit über 700 Besucher in unser Tierschutzliga-Dorf zum Tag der offenen Tür trieb. Bereits lange vor dem Öffnen der Tierheimtore standen die ersten Besucher davor und schon kurze Zeit später war unser Parkplatz vorm Bunker bis auf den letzten Platz belegt.
Diesmal hatte unsere Mitarbeiterin Steffi sich für das Programm etwas ganz besonderes einfallen lassen. Neben den obligatorischen Vorführungen der Tierheimhunde waren die „Hot Soles“ aus Lübbenau, eine Line-Dance Gruppe, und die Funkengarde aus Annahütte, eine Akrobatikvorführung, sowie eine Vorführung des Hundesportvereins Welzow mit dabei. Die Hot Sole-Tanzgruppe begrüßte das Publikum gleich zu Beginn mit einer tollen Show und sorgte zwischendurch mit ihrem König der Löwen-Auftritt für ein bisschen Wildnis auf dem Tierheimgelände.
Auch unsere Hundevorführungen wurden diesmal unter verschiedene Mottos gestellt. Da kamen die „Zwerge“, die „Gemütlichen“, die „Eisbären“ und die „Riesen“ auf die Bühne. Und auch unser Gigant unter den Tierheimhunden, „Chacco“, durfte beim Programm nicht fehlen und sorgte im Publikum für staunende Gesichter, als Tierpflegerin Sabine ihn mit Pferdehalfter gesichert durch die Menge führte. Jedoch nicht nur Chacco wurde bewundert, einige unserer Hunde durften erste Kontakte mit ihren vielleicht zukünftigen Herrchen und Frauchen knüpfen. Als ganz besonderes Sorgenfellchen wurde Jaimy auf der Bühne vorgestellt. Bei dem armen Kerl wurde erst vor wenigen Tagen eine Kehlkopflähmung festgestellt. Er muss für viel Geld in einer Spezialklinik operiert werden, damit er noch ein langes Leben hat. Dank unserer lieben Besucher und ihren vielen Spenden an diesem Tag, können wir nun Jaimy in Kürze operieren lassen.
Aus der Dia-Show: Die Hot Soles begrüßenNicht nur in und vor den Hundehäusern war viel los, auch in den Katzenhäusern tummelten sich die Besucher und Interessenten, mehrere Samtpfoten dürfen nun in Kürze das Tierheim gegen ein neues Zuhause eintauschen.
Ganz besonders beliebt war in diesem Jahr unsere Tombola. Wir hatten soviele tolle Preise und Gutscheine gesponsert bekommen u.a. von der Firma Scharfes Gelb Senftenberg, Blechen Carré Cottbus, Wandelhof Schwarzheide, Aktion Winterhilfe und Underground aka PechernInK und von vielen mehr, wofür wir uns bei den vielen Spendern von ganzem Herzen bedanken möchten.
Insgesamt 2517,62 € gingen an diesem Tag der offenen Tür aus dem Eintritt, Spenden und dem Erlös aus der Tombola und dem Kuchenbasar an unsere Tierheimkasse.
Wir können nur sagen: vielen, vielen Dank an alle Spender und Besucher unseres Tierschutzliga-Dorfes! Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unsere vielen unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer, die uns an diesem Tage (und auch schon die Tage zuvor) so toll unterstützt haben. Ohne Euch wäre unser Tag der offenen Tür kein solcher Erfolg geworden!!!
Einen kleinen Eindruck vom Tag der offenen Tür bekommen Sie bei unserer Dia-Show mit vielen Bildern!
Kleine Fauchies …
Zur Zeit brummt es heftig in unserer Katzenkinderstation. Auch wenn wir heute 5 Katzenkinder an liebe Familien vermitteln konnten, suchen noch immer 40 Katzenkinder!!! ihre Menschen. Besonders besorgt sind wir um die vielen kleinen Fauchies und Spuckies. Also die Katzenkinder, die eben nicht gleich freudestrahlend auf uns Zweibeiner zu gehüpft kommen, sondern eher im hohen Bogen davon hüpfen, wenn man sich ihnen zu schnell nähert. Bei der vielen „Auswahl“ die momentan herrscht, haben diese scheuen Wesen und vor allem, wenn sie dann vielleicht auch noch ganz schwarz sind, die schlechtesten Chancen eine Familie ab zu bekommen. Für so eine Bangebüchse von Katze müssen sich die neuen Menschen eben Zeit nehmen.

Unsere Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber, dass auch solche scheuen Tiger in einem richtigen Zuhause absolute Schmusekatzen werden können – vorausgesetzt die neuen Besitzer beschäftigen sich viel mit dem Katzenkind. Manchmal sind solche gezähmten Katzen gegenüber ihrer Familie besonders anhänglich und zeigen sich fremden Menschen weiterhin scheu. Aber schlecht ist dies auch nicht, gerade wenn die Katze später einmal Freilauf haben soll. Da ist es immer gut, wenn sie nicht zu jedem Fremden hin läuft.


Wir können für unsere kleinen Fauchies nur hoffen, dass es Menschen mit einem großen Herzen für sie gibt. Denn was passiert ansonsten mit den Zwergen – ihn droht ein Leben im Tierheim. Sie wären für immer eingesperrt, zwar in einem Zimmer mit Freilauf, mit Futter und tierärztlicher Versorgung – aber dennoch hinter Gittern. Irgendwie haben die Kleinen das doch auch nicht verdient – oder?
Aus den letzten Jahren sind immer wieder solche Angsthasen „übrig“ geblieben. Ich denke da nur an Rudi, Harry & Sally, Jette, Britta, Melina, Melinda… Selbst Viva und Elke – die beide inzwischen echte Schmusekatzen sind, warten nun schon das 3. Jahr auf ihre Familie. Sie waren damals so ängstlich, so dass sie niemand aufnehmen wollte. Und nun sind sie erwachsen, jetzt will sie erst recht niemand mehr haben.

Dr. Annett Stange





