Wir haben ein Zuhause
Liebe Menschen haben uns mit zu sich nach Hause genommen. Leider sind noch viele unserer Hunde- und Katzengefährten im Tierheim zurückgeblieben. Auch sie wären glücklich, wenn sie wie wir ein neues liebevolles Zuhause finden könnten oder zumindest einen netten Menschen, der sie mit einer Patenschaft unterstützt.
Ole
Hallo liebes Tierschutzligateam,
hier ist euer Ole.
Ich wollte mich mal melden bei euch, da ich ja nun schon eine ganze Weile (seit Januar) in Cottbus lebe. Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt es hier richtig gut.
Am Anfang war ich echt richtig schüchtern und habe mich überall versteckt, aber als Herrchen und Frauchen mich immer wieder mit spielen und Leckereien versucht haben zu locken, wurde meine Neugier natürlich immer und immer größer, sodass ich gar nicht mehr anders konnte, als mit den beiden zusammen zu toben, zu spielen und zu kuscheln.
Mittlerweile habe ich die beiden ganz gut im Griff.
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Meine Lieblingsbeschäftigung ist wie verrückt durch die Wohnung zu jagen, Treppe hoch, Treppe runter, Treppe hoch, Treppe runter, und mit Herrchen und Frauchen zu spielen, im Bett und auf dem Sofa zu toben, die Badewanne beschnuppern, auf meinem Sessel zu liegen, in Tüten oder Taschen zu kriechen und sonstwelchen Unsinn zu machen.
Davon hab ich mal ein paar Bilder für euch, sogar wie ich mich im Haushalt einbringe beim „Vorbereiten“ der Wäsche oder Staubsaugen.
Seit letztem Wochenende werde ich sogar rausgelassen – oh ist das schön und ich freue mich schon auf die nächsten Sonnenstrahlen in freier Wildbahn.
Ich habe sogar schon Kumpels gefunden, welche mich ab und an besuchen kommen und mir meine Leckerlis klauen … aber das ist nicht schlimm, da ich weiß wie ich Herrchen und Frauchen auch dazu bekomme, mir was zu geben.
So Ihr Lieben, ich muss wieder weiter, da ich mir schon wieder überlege, was ich als nächstes aushecken werde.
Ganz liebe Grüße aus Cottbus – Euer Ole

Garfield
Hallo liebes Tierschutzligadorf!
Nun möchte ich auch ein bisschen was berichten. Garfield ist nun seit fast 4 Wochen bei meinem Freund und mir in Lübbenau und hat sich super eingelebt.
Als wir den kleinen Kerl Anfang Februar aus dem Tierheim abholten, wollte er nichts von uns wissen. Die Pfleger waren blöd, die anderen Katzen mindestens genauso und Besucher wurden konsequent vergrault. Warum sollte man den Menschen schon vertrauen…? Am besten begegnet man ihnen mit kratzen, beißen und fauchen.
Am ersten Tag hat er sich in seinem Karton verkrochen, danach hat er die Küche für sich entdeckt. Leider hat er sich nicht mehr raus getraut, sodass ich ihn mit etwas Mühe wieder vor holen musste. Das fand er äußerst doof von mir. Fauchen gehörte zur Tagesordnung und auch das Knurren gewöhnte er sich erst nach gut zwei Wochen ab. Nachdem er nicht mehr unter die Küchenschränke kam, suchte er sich die Couch zum Verstecken aus. Sie ist immer noch Garfields bester Freund, wenn er sich mal wieder bedroht fühlt oder Geräusche nicht einordnen kann. Und was soll ich sagen? Sie beschützt ihn mit einer Engelsgeduld.
Garfield ließ sich mit Leckerlies vorlocken, achte aber immer darauf, dass er uns im Blick hatte und verschwand bei der kleinsten Regung. Auch lief er bald in der Wohnung umher, als wir zu Hause und wach waren – sprich tagsüber. Er wurde täglich sicherer auf seinen Erkundungstouren. Anfassen war aber weiterhin ein absolutes Tabu. Annährungen mit der Hand wurden mit einem Fauchen quittiert. Nur gucken, nicht anfassen!
Dann, am 21. Februar 2014 (also nach 17 Tagen) geschah das Unfassbare. Garfield schlief, als ich mich auf der Couch eingekuschelt habe, halb auf meinen Beinen. Ob ihm das so bewusst war, weiß ich nicht. Später stand er auf und wollte todesmutig an mir vorbei laufen. Dabei habe ich es gewagt, ihn kurz zu streicheln – von diesem Moment an wird gekuschelt, was das Zeug hält. Er verteilt so harte Kopfnüsse, dass man Angst haben muss, eine Beule davonzutragen. Redet man mit ihm, antwortet er. Es ist wirklich zu niedlich. Er hat sich einen 5 cm „großen“ Eisbären als Spielzeug ausgesucht (wozu das Neue nehmen, wenn Frauchen etwas von sich opfert?), schleppt ihn mehrmals täglich von a nach b, verprügelt mit ihm gemeinsam die Wohnzimmergardine (mittlerweile wehrt sie sich nicht mehr) und erfreut sich daran, wenn mein Freund ihn mit Naschereien verwöhnt. Diese wiederum werden nicht mit seinem Eisbären geteilt. Irgendwo hört die Freundschaft schließlich auf.
Garfield frisst sehr gut und ist wenig wählerisch – und bevor der Eisbär etwas abkriegt…das kann er unmöglich riskieren. Grundsätzlich ist es ein wahnsinnig Verschmuster, den man einfach nur lieb haben kann. Im Tierheim zeigte er sich ein halbes Jahr lang unglaublich angst-aggressiv, verschreckt und unnahbar. Dass er innerhalb so kurzer Zeit derartig auftaut, hätte wohl niemand für möglich gehalten. Ich am Wenigsten.
Anbei noch ein paar Bilder, die hoffentlich gut zeigen, wie wohl er sich fühlt.
Wir sagen DANKE für diesen unglaublich tollen Kater und für das große Vertrauen, das uns entgegen gebracht wurde, als die Vermittlungspapiere unterschrieben wurden!
Viele Grüße aus dem Spreewald
Fam. Stelling/ Grabitz

Feivel
Es gibt ihn immer noch, den alten Feivel. Im November 2012 zog er aus dem Tierschutzligadorf zu mir, damals schon hochbetagt. Heute ist er mindestens 16 Jahre alt und wackelt immer noch – wenn auch nicht mehr ganz so sicher auf den Beinen – hinter mir her über mein großes Grundstück.
Inzwischen ist er fast völlig taub und sieht auch nicht mehr viel. Schon lange bekommt er Schmerz- und Herztabletten, aber damit geht es ihm gut. Natürlich sind die Kosten für solch ein altes Tier hoch, aber dafür erfreut dieser nur liebe Hund seit fast 1,5 Jahren mein Herz an jedem einzelnen Tag. Vor 4 Wochen zog noch ein alter Schäferhundmischling aus Chemnitz zu mir und die alten Herren verstanden sich auf Anhieb bestens. Meine beiden Hundemädels, 4 und 7 Jahre jung, sorgen ständig für Leben in der Bude und dies tut den Jungs sichtlich gut.
Ich werde immer wieder einem alten Hund ein Zuhause für seine letzte Zeit bei mir geben. Es tut furchtbar weh, wenn man die alten Tiere nach relativ kurzer Zeit gehen lassen muß, aber die schönen Wochen, Monate oder Jahre entschädigen mich stets dafür. Und bislang haben hier alle Oldies die kurzen Lebenserwartungsprognosen Lügen gestraft und sind einfach deutlich länger bei mir geblieben.
Und möchten wir nicht alle geliebt und beweint auf die andere Seite gehen?
Beate Wrang

Cici und Nuff Nuff
Liebes Tierschutzligadorf- Team,
es wird Zeit, daß auch wir uns endlich melden…
Cici, die Zarte, wohnt nun schon seit mehr als zwei Jahren bei uns. So sehr die Schöne auch ihre Ängste hat, so sehr überrascht und erfreut sie uns mit ihren stolzen Eigensinnigkeiten. Sie will es eben so, wie sie es will… erscheint die Alternative verlockend, zieht sie sie gern in Betracht..
Mittlerweile zählt sie sogar Autofahren zu ihren favoritisierten Beschäftigungen…denn das Ankunftsziel ist meist fantastisch geeignet zum Herumtollen, oftmals warten auch andere Hundekumpels dort auf sie…die hin und wieder notwendigen Tierarztbesuche werden ( mehr oder eben doch weniger ) großzügig toleriert…Cici mag einfach alle Hunde ( nun ja…Ausnahmen bestätigen die Regel…Nachbars Grummelkopp begrüßt die Dame leidenschaftlich- antipathisch mit wohlgekämmter Bürstenfrisur
…muß ja nicht jeder jeden mögen müssen..)
Vor 4 Wochen trat dann ein Glücks(zu)fall, ebenfalls aus dem Tierschutzligadorf stammend, in unser aller Leben….Nuff Nuff…der sanftmütig- kuschelige Methusalem.
Er und Cici haben sofort und ohne auch nur ein zauseliges Grummeln harmoniert.
Nuff Nuff kam…. und es war so, als sei er schon immer da gewesen…..
Die täglichen Waldspaziergänge mit den beiden Fast- Oldies ( sie sind ja beide nun schon neun…das heißt natürlich, im allerbesten Hundeleben- Genießer- Alter! ) sind für beide Spezies, den vierbeinigen Fellnasen sowie den anhängenden Zweibeinern, der wunderbar entspannte und entspannende Höhepunkt des Tages. Cici bummelt und hüppelt umher, Nuff Nuff wartet auf den Rest seines Rudels und sondiert die Lage vor und hinter der Spaziergemeinschaft. Er behält die Lage im Überblick.
Auf unserem Grundstück hat Nuff Nuff sofort die Sicherung des Territoriums übernommen. Niemand gelangt mehr an den Zaun ohne bemerkt und gemeldet zu werden. Cici macht munter mit. Die Deutsche Post war beeindruckt.
Bei uns wohnen erstaunlicherweise nun zwei Hunde, von denen wir in beiden Fällen auf den ersten Blick nie dachten, daß wir „ihre“ Menschen sein könnten…aber, die Mädels und Jungs des TSLD wußten es besser…denn: genau so ist es…die zwei beiden werden von uns nicht nur heiß und innig geliebt, sie sind eine perfekte Ergänzung unserer spezies- übergreifenden Familie…und auch die, angesichts des für sie riesigen, schwarzen Schäfermischlings anfänglich völlig entsetzt dreinblickenden Kater begegnen den zwei Nichtschnurrenden mittlerweile recht gelassen….und wir hoffen natürlich, Cici und Nuff Nuff sehen das mit der perfekten Ergänzung ähnlich …und natürlich unsere zwei Kater …
….vielen Dank …!!!
…..und liebe Grüße von Cici, Nuff Nuff und dem Rest der Familie Birr
Lucy
Hey liebes Tierschutzligateam,
Hier ist eure liebe Luzie. Es hat sich aber eine Kleinigkeit bei meinem Namen verändert. Jetzt werde ich nämlich Lucy geschrieben.
Bei meiner neuen Familie finde ich es toll. Mein Herrchen geht mit mir so oft es geht in die Madlower Schluchten und spielt dort mit mir im Sand Ball. Am Wochenende kommen auch öfters meine beiden Frauchens mit. Nach dem Spaziergang bin ich dann kaputt und schlafe erstmal. Aber wenn alle von der Arbeit oder der Schule kommen, bin ich hell wach und möchte gleich mit ihnen kuscheln und spielen. Zu Hause ist es ein sehr harmonisches Zusammenleben. Wenn es dann Abend ist und wir vom Gassi gehen wieder zurück sind, geht es ins Wohnzimmer zum Ball spielen, bevor alle ins Bett gehen. Ich liebe es dem Ball hinter her zu jagen und genieße jede Minute mit meiner Familie zu spielen. Wenn es dann ins Bett geht, guckt mein eines Frauchen noch mit mir fern und dabei darf ich zu ihr ins Bett, zum kuscheln.
Übrigens, im betteln bin ich jetzt noch besser geworden. Hab aber keine Chance bei meiner Familie.
Also dann liebe Grüße an alle.
Und wir alle wünschen euch noch viele Vermittlungen
Euer Balljunkie Lucy Baier
Einfach ausgesetzt – weil man die Abgabegebühr nicht bezahlen wollte
Irgendwann verliere ich wirklich noch den Glauben an die Menschen.
Gestern Abend wurde uns eine alte Katze gebracht, die tierliebe Menschen seit einiger Zeit in ihrer verzweifelten Suche nach Anschluss an Menschen beobachteten und die anscheinend niemanden gehörte. Die alte Miez war gechipt und ein Anruf bei Tasso brachte uns sofort eine eingetragene Halterin – diese allerdings wohnt mehrere 100 Kilometer von uns entfernt und versicherte uns glaubhaft, dass sie ihre beiden 12 jährigen Katzen-Geschwister Flecky (die Fundkatze) und Blacky vor 9 Monaten in bestem Gewissen zu ihrer Nichte nach Forst gegeben hatte, da sie die Tiere nicht mehr halten konnte. Völlig aufgelöst machte sich die Frau sofort daran heraus zu bekommen, was passiert war.
Irgendwie kam mir die Geschichte komisch vor, denn Anfang Oktober 2013 hatte eine Frau aus Forst bei uns angerufen und wollte 2 alte Katzen abgeben, weil angeblich der Bruder allergisch war. Damals hatten wir die Aufnahme der Katzen sofort zugesagt. Es sollte lediglich die übliche Abgabegebühr von 50 Euro pro Katze bezahlt werden. Als die Katzen nicht wie vereinbart zu uns gebracht wurden, fragten wir noch einmal nach. Man hatte angeblich jemanden für die Tiere gefunden – hieß es damals …
Was wir nicht wussten – die Nichte hatte die beiden alten Wohnungskatzen im Oktober 2013 einfach in Spremberg ausgesetzt, weil sie die Abgabegebühr nicht zahlen wollte!!!
Die alten Katzen waren einfach im Spätherbst kurz vorm Einbruch des Winters auf die Straße gesetzt worden. Katzen die bis dahin als reine Wohnungskatzen gelebt hatten und noch nicht mal auch nur eine Ahnung davon hatten, wie sie sich draußen im Freien durchschlagen sollen.
Flecky wurde jetzt gefunden und ist bei uns in Sicherheit, im Warmen und wird aufgepäppelt. Doch was wurde aus Blacky??? Hoffentlich musste sie nicht elendig sterben, verhungert oder verunfallt, sondern hat irgendwo einen tierlieben Menschen gefunden, der sich um sie kümmert. Vielleicht erkennt ja jemand die pechschwarze Kätzin mit dem kleinen, weißen Brustfleck. Auch Blacky ist gechipt und kann so ganz leicht identifiziert werden.
Der jungen Frau, die Flecky und Blacky so herzlos aussetzte, droht nun ein Strafverfahren. Wir und die ehemalige Eigentümerin haben Anzeige erstattet, denn diese Tat soll nicht ungeahndet bleiben.
Und noch ein kurzer Absatz zum Thema Abgabegebühr! Wir sind die letzten, die Menschen mit Tieren in Notsituationen im Stich lassen und auf Gebühren pochen. Immer wieder finden wir Lösungen, um kein Tier abweisen zu müssen, nur weil die Besitzer in ihrer Not kein Geld haben. Aber natürlich verlangen auch wir einen Nachweis über die tatsächliche Notsituation.
Dr. Annett Stange
Sam
Hallo!
An alle Mitarbeiter der Tierschutzliga, die in der Vergangenheit um mein Wohl besorgt waren.
Ich bin Sam und wollte mal Bericht erstatten.
Da habt ihr mir ja was schönes eingebrockt. Ich fürchte mein jugendliches Macholeben ist vorbei. Stellt Euch vor, hier gibt es Regeln!!!? Soviele, dass mir der Kopf schwirrt.
Eigentlich habe ich ja gedacht, das wird lustig. Die neue Hündin, die schon in meiner neuen Familie lebt, sah ja auch ganz nett aus. Leider ist sie ziemlich selbstbewußt und läßt sich rein garnichts von mir sagen. Wenn ich nicht gehorsam bin , gibt es nicht nur vom neuen Frauchen Schelte, nein auch die Hündin zeigt mir, wie der Hase läuft. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.
Und die vielen Verbote. In der Küche nichts stibitzen, gesittet ins Haus eintreten (und nicht im Galopp mit 100 m Anlauf hereinstürmen) Sitzen, Liegen, Kommen. Können die sich auch mal entscheiden? Beim Füttern muss ich abwarten bis die Hündin gefressen hat, aber wenn ich dann dran bin sauge ich alles ein wie ein Staubsauger, worauf ich den Spitznamen NONO (aus Teletubby) bekam. Mit dem Namen ist das auch so eine Sache, ich habe glaube ich mehrere und bin nun sogar auch adelig. Sie nennen mich jetzt öfter „Runter vom Teppich“. Irgendwie muss das mit der kuscheligen Unterlage im Haus zusammenhängen, denn da soll ich nicht liegen. Gut dachte ich mir. Nehme ich halt das Sofa. Aber auch das ist eigendlich verboten. Naja, wenn Frauchen nicht da ist, merkt sie es ja nicht.
Nur komisch dass es neuerdings so unbequem darauf ist. Überall liegen kleine Wurfgeschosse, die mich manchmal ziemlich erschrecken. Vielleicht sollte ich den Kampf ums Sofa auf später verlegen…?
Auch bei der neuen Hündin bin ich noch keinen Schritt weiter. Neulich habe ich mich mal ganz frech auf ihre Matte gelegt. Das war ein Fehler. Verstehe einer die Frauen. Verflixt ist die Welt kompliziert.
Spazierengehen ist auch irgedtwie anders, denn nicht ich bestimme mehr, wo wir langlaufen, sondern mein neues Frauchen. Wobei ich den Verdacht habe, irgendwie hat die keinen Orientierungssinn. Ständig ändert sie die Richtung. Immer wenn ich gerade wieder meinen Allradantrieb einschalten will, dreht sie sich um und läuft in die entgegengesetzte Richtung. Wenn ich jetzt neben ihr herlaufe lobt sie mich sogar. Und wenn ich ihr den motzenden Köter hinter dem Zaun vom Halse halten will, gibt es Schelte. Himmel sind Menschen kompliziert.
Als ich hier abgegeben wurde, hat mein Betreuer behauptet ich könne noch nicht wirklich viel. Was für eine Fehleinschätzung. Zugegeben, die dämlichen Grundkommandos überhöre ich gerne mal. Aber eins kann ich richtig gut. Türen aufmachen. Und das beste, neulich habe ich sogar ein Familienmitglied eingeschlossen, als ich auf die Türklinke sprang und mit der Kralle im Schlüssel hing. Das fanden die gar nicht lustig. Das Minifrauchen musste nämlich durchs Fenster nach draußen. Auf jeden Fall wissen die jetzt wie man sich fühlt, wenn man eingesperrt ist. Ein Punkt für mich.
Neulich war ich sogar schon auf dem Hundeplatz. Cool dachte ich. Vielleicht kann ich da mit ein paar netten Hundemädels toben oder mich mit ein paar Jungs richtig kloppen, denn das sollte bei den Damen doch für Eindruck sorgen. Leider sind die Vorstellungen von meinem Frauchen das ganze Gegenteil. Ich habe was von Ausbildung gehört und Prüfungen. Begleitschutz und sowas. Noch mehr lernen? Hilfe!
Mal abgesehen von den vielen Regeln ist es aber ganz cool hier. Wenn es der Hündin beliebt, spielt sie gnädig auch mal mit mir. Ich bekomme Streicheleinheiten und Leckerlis (leider nur für erbrachte Leistung und nicht für nett gucken). Mein Schlafplatz ist auch ganz bequem. Notfalls könnte ich auf die Sache mit dem Sofa auch verzichten.
Ich vermisse meine italienischen Mitbewohner ein bisschen. Vielleicht könnt ihr ja Grüße bestellen.
Wenn ich in ein paar Wochen zum Gentlemen erzogen bin, komme ich euch vielleicht mal besuchen.
Bis dahin alles Gute.
Euer Sam.
Nicky
Hallo liebes Tierschutzligateam,
ich hoffe ihr habt mich noch nicht ganz vergessen! Denn immerhin bin ich nun schon seit etwa 3 Monaten im tollen Cottbus. Nach ein paar Metern Pfoten-Marsch sind ich und mein Frauchen bereits an der Spree und laufen sehr oft große Runden. Meine täglichen kleinen Runden darf ich sogar schon ohne Leine gehen, denn immerhin weiß ich nun am besten, wo wir lang gehen.
In der Stadt war ich auch schon oft und auch bei Freunden von uns. Da wusste ich immer: „So lange Frauchen da ist, ist alles super!“ Und auch wenn noch vieles interessanter ist, so höre ich doch schon ganz gut auf mein Frauchen. Ich bin auch immer ganz lieb und mache nichts kaputt! …außer mein Frauchen bastelt etwas schönes für mich, was ich zerreißen darf, um an ein super tolles Leckerli zu kommen. *yami*
Wenn es dann Abend geworden ist und mein Frauchen ins Bett steigt, erlaubt sie mir auch fast immer mit ins Bett zu kommen und zu kuscheln. Und wie ihr sicher noch wisst bekomme ich davon nie genug!
Nun denn, mein Spiel-Seil ruft mich wieder.
Grüßt alle anderen von mir!
Liebe Grüße von meinem Frauchen Tessa und ein herzliches Wuff von mir
Eure Nicky
Omi Nelly
Der Tod ist das Tor zum Licht,
am Ende eines mühsam gewordenen Weges…
Fast sieben Monate durften wir Omi Nelly ein warmes Zuhause geben, einen Platz, wo sie Ruhe und Zuwendung fand. Als Nelly damals krank und geschwächt aus einem polnischen Tierheim bei uns ankam, hätten wir nie gedacht, dass sie noch einmal so auflebt. Doch irgendwann war auch diese gute Zeit vorbei, die Lebensgeister schwanden und es wurde für uns Zeit, von Nelly Abschied zu nehmen. Wenn das Aufstehen immer schwerer fällt, das Futter nicht mehr richtig schmeckt und man sich müde und rastlos durch den Tag schleppt, wenn alle Medikamente nicht mehr anschlagen und das Leben zum Leiden wird, dann müssen auch wir einsehen, dass es nur noch einen Weg gibt.
Am 24.01.2014 durfte Nelly auf dem Arm ihres „Frauchen“ für immer einschlafen. Ganz friedlich ging sie hinüber auf die andere Seite des Regenbogens.
Omi Nelly hinterlässt eine Lücke in unserem Seniorenrudel. Sie war eine Eigenbrötlerin, fremdbestimmt und mit dem Kopf einfach nicht immer auf dieser Welt. Aber sie war eine liebe Maus, die jede Zuwendung unheimlich genoss. Wir sind froh, dass wir ihr in den letzten Monaten noch eine schöne Zeit machen konnten und sie so als geliebter und umsorgter Vierbeiner von dieser Erde gehen konnte.
Omi Nelly – gestorben am 24.01.2014


Lady
Ihr, die Ihr mich geliebt habt,
seht nicht auf das Leben, das beendet ist,
sondern auf das, welches ich beginne…
14 Jahre, 6 Monate und 12 Tage verbrachte Lady bei uns im Tierschutzliga-Dorf. Als junge Hündin wurde sie damals 1999 eingeliefert, weil ihre Besitzer Lady nicht mehr behalten konnten. Nie wieder fragten sie nach ihr.
Lady gehörte irgendwie hierher. Sie arrangierte sich mit dem Tierheimleben und genoss die Ausflüge mit ihren Gassigehern und die Kuschelstunden bis zum Schluss in vollen Zügen. Sie war Meisterin im Geschenke auspacken, Sessel und Betten zerstören und sie hasste andere Hunde. Nur uns Zweibeiner liebte sie heiß und innig, niemals hätte sie einem Menschen etwas zu Leide tun können.
Seit langen wussten wir um Ladys Leiden. Ein riesiger Tumor wucherte in ihrem Körper, ihr Herz und ihre Beine wurden immer schwächer. Doch Lady wollte Leben und trotze allen tierärztlichen Prognosen.
Zu Weihnachten bekam sie noch viele Geschenke, die sie mit riesiger Freude öffnete.
Doch irgendwann müssen wir alle gehen und auch für unsere Lady kam dieser Tag, wo es einfach nicht mehr weiter ging. Umringt von ihren Lieben ließen wir sie für immer gehen.
Unser größter Dank gilt Lady’s lieben Paten und Gassigehern, die sich die ganzen vielen Jahre mit um sie gekümmert haben und es uns ermöglichten, alles menschenmögliche für Lady zu tun, damit sie hier im Tierheim ein wohl behütetes und umsorgtes Leben führen kann.
Lady – gestorben am 3.Februar 2014




