Zahnpflege bei Katzen

Katzengebiss gesund und kräftig halten

Die Zahnpflege der Katze ist wichtig für ihre ganzheitliche Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Zahnprobleme können weitreichende gesundheitliche Schäden hervorrufen. Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt, Kauspielzeuge und Zähneputzen bewahren Ihren Stubentiger vor Zahnfleischentzündungen, Zahnstein und vielem mehr.

Kauspielzeug für Katzen – Vergnügen & Nutzen

Wird das Katzengebiss viel benutzt, hat dies eine selbstreinigende Wirkung.

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Animieren Sie deshalb Ihre Samtpfote täglich zum Kauen, zum Beispiel durch Kauspielzeuge oder Zahnpflegefuttermittel. Achten Sie jedoch darauf, dass wenig bis kein Getreide enthalten ist und vor allem kein Zucker (dies gilt auch für das Futter ihres Lieblings).

Neben der Fütterung mit Nassfutter sollte dafür gesorgt werden, dass die Katze auch Trockenfutter frisst, und zwar regelmäßig. Die „reibende“ Wirkung entfernt die ersten Beläge, die sich durch Bakterien auf den Zähnen bilden. Bleibt dies aus, entstehen aus den zunächst harmlosen Belägen schnell hartnäckiger und schädlicher Zahnstein.

Auch Katzen müssen Zähne putzen

Das Kauen alleine hält die Katzenzähne jedoch nicht sauber genug. Sowohl Wohnungskatzen als auch Freigänger brauchen unsere Hilfe durch regelmäßiges Zähneputzen. Die mechanische Reinigung ist das beste Mittel als Vorbeugung gegen Gebisserkrankungen. Mit Katzenzahnbürste und Katzenzahnpasta – die es übrigens in leckeren Geschmacksrichtungen gibt – sind Sie bestens ausgestattet, um das Katzengebiss zu reinigen.

Doch wir bitten Sie, Ihrer Katze sehr schrittweise das Zähneputzen beizubringen.

Beginnen Sie zunächst nur, indem Sie mit Ihrem angefeuchteten (in warmes Wasser getauchten) Finger über die Zähne reiben. Loben Sie ihre Katze und reichen evtl. direkt danach eine kleine Menge leckeres Futter.

Kennt die Katze dies und bleibt dabei entspannt, können Sie Ihren Finger mit einem Microfasertuch oder Mullbinde umwickeln, die sie anfeuchten und die Übung damit weiter fortführen wie zuvor.

Spezielle Katzenzahnbürsten, die man auf den Finger stecken kann, helfen dann beim „echten Putzen“. Mit dem Vortraining sollte die Katze damit dann kein größeres Problem mehr haben. Putzen Sie noch einige Übungseinheiten nur mit Wasser.

Die Katzenzahnpasta schmeckt meist sehr gut und die Katzen gewöhnen sich viel besser daran, als Sie denken! Bitte nutzen Sie keine Menschenzahnpasta! Diese bildet zu viel Schaum, ist den Tieren unangenehm und kann Magenprobleme verursachen! Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem passenden Produkt.

Tipp: Zahnkontrollen nicht vergessen! FORL ausschließen lassen!

Wenn Sie das Katzengebiss selbst kontrollieren und zu Zahnkontrollen beim Tierarzt gehen, können Erkrankungen früh entdeckt und behandelt werden.

Leider ist inzwischen bekannt, dass Katzen sehr häufig an einer sehr schwerwiegenden und stark schmerzhaften Zahnerkrankung leiden, den sogenannten

FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen)

Einfach gesagt baut der Körper die eigene Zahnsubstanz ab. Da dies immer im Wurzelbereich beginnt, ist es von außen erst in sehr späten Stadien für Laien erkennbar. Jede Katze ab einem Alter von 5 Jahren sollte idealerweise einem spezialisierten Zahntierarzt vorgestellt werden.

Dieser kennt die ersten Frühanzeichen und hat ein spezielles Röntgengerät, mit dem er im Verdachtsfall spezielle Aufnahmen machen kann.

Die Erkrankung ist hochgradig schmerzhaft. Leider zeigen unsere Samtpfötchen Schmerzen oft nur sehr sehr unklar. Evlt. sind sie nur etwas „zickig“ an manchen Tagen, spielen weniger („er wird halt erwachsen“) oder schmusen weniger, vermeiden zunehmend Trockenfutter („er ist ein Gourmet“).

Bitte nehmen Sie diese Erkrankung nicht auf die leichte Schulter, gehen Sie mit Ihrem Tier zu regelmäßigen Kontrollen.

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Informieren Sie andere über die Zahnpflege bei Katzen!

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11.05.2019|