Manchmal verschlägt es selbst uns die Sprache…
Vor einigen Tagen kam Nadja als Abgabehündin zu uns ins Tierheim.
Und ehrlich…
ihr Zustand hat uns tief getroffen. Die junge Hündin stand völlig verunsichert vor uns.
Ängstlich.
Überfordert.
Völlig überdreht.
Wenn man sich ihr näherte, erschrak sie sofort, knurrte und machte vor Angst unter sich.
Nicht, weil sie aggressiv ist.
Nicht, weil sie „gefährlich“ ist.
Sondern weil Nadja taub ist — und nie wirklich gelernt hat, dass wir Menschen Sicherheit bedeuten.
Ihre komplette Hinterhand war wund und entzündet. Mit nur 25,5 kg ist sie deutlich zu dünn. Der angebliche „Milbenbefall“, der längst behandelt worden sein sollte, entpuppte sich schnell als massiver aktiver Flohbefall.
Und während wir sie versorgten, wurde uns immer klarer:
Nadja wurde schon lange nicht mehr wirklich gesehen.
Dabei ist sie gerade einmal 2 Jahre alt und seit klein auf Teil einer Familie gewesen.
Doch irgendwann war die Familie einfach überfordert – emotional, organisatorisch und finanziell. Nadjas Bedürfnissen konnte irgendwann nicht mehr gerecht werden.
Niemand versuchte wirklich, ihre Taubheit zu verstehen oder andere Wege der Kommunikation mit ihr zu finden.
Sie sollte einfach funktionieren.


Man warnte uns sogar vor ihr.
„Problemhund.“
„Mit Vorsicht zu genießen.“
Doch wissen Sie, was wir sehen?
Wir sehen eine junge Hündin, die bisher einfach nie richtig verstanden wurde.
Eine Hündin, die ständig Angst hat, etwas falsch zu machen.
Und trotzdem ist Nadja einfach nur freundlich.
Je mehr sie bei uns ankommt, desto mehr zeigt sie ihr wahres Wesen: Sie ist albern, liebevoll, manchmal völlig verrückt und ein kleiner Clown mit ganz vielen bunten Murmeln im Kopf.
Eben ganz typisch junger Boxer.
Jetzt darf sie endlich ankommen.
Ohne Angst, ohne Druck.
Sie bekommt medizinische Versorgung, Ruhe, gutes Futter und vor allem etwas, das ihr lange gefehlt hat: Verständnis, Geduld, Liebe.
Doch Fälle wie Nadja zeigen uns immer wieder, wie wichtig unsere Arbeit ist.
Immer wieder nehmen wir Tiere auf, die krank, vernachlässigt oder emotional völlig verloren sind. Tiere, die niemand mehr sieht. Tiere, die dringend Hilfe brauchen.
Damit wir auch zukünftig Fellnasen wie Nadja helfen können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Tierarztkosten, Medikamente und Spezialfutter verursachen enorme Kosten.
Mit 10, 20 oder 50 Euro schenken Sie nicht einfach nur Geld – Sie schenken Schutz, Versorgung und eine zweite Chance. 🐾❤️
Vielen Dank – im Namen von Nadja und dem gesamten Team der TIERSCHUTZLIGA Stiftung Tier und Natur.
Erzählen Sie anderen von Nadja.
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