Glücklich vermittelt

Glücklich vermittelt – Tierschutzliga Dorf Neuhausen2025-12-31T19:41:53+01:00

Wir haben ein Zuhause

Liebe Menschen haben uns mit zu sich nach Hause genommen. Leider sind noch viele unserer Hunde- und Katzengefährten im Tierheim zurückgeblieben. Auch sie wären glücklich, wenn sie wie wir ein neues liebevolles Zuhause finden könnten oder zumindest einen netten Menschen, der sie mit einer Patenschaft unterstützt.


Ganz schön viel los

August 19, 2012|

Trotz des Sommers, der Ferien und jetzt der Hitze ist bei uns derzeit richtig viel los. Die Interessenten geben sich die Klinke in die Hand. Alleine letzte Woche sind 10 Hunde, 5 Katzen und ein Mini-Pig zu ihren neuen Familien umgezogen. Und morgen am Montag werden die nächsten 3 Hunde in ihr neues Zuhause gebracht.

Cola_KlembowAber deswegen sind wir natürlich nicht „unter belegt“. Per Datum heute – 108 Hunde, denn diese Woche sind noch 2 Abgabehunde gekommen. Und heute brachte unser Hundepfleger Mario aus Klembow noch die kranke Hündin Cola mit. Er ist mal eben bei seinem Urlaub dort vorbei gefahren. Das Schicksal der kleine Maus lag uns sehr am Herzen. Ihr Auge ist kaputt und wurde in Klembow einfach nicht behandelt. Kommende Woche soll Cola von der Augenspezialistin angeschaut werden. Wir hoffen mal, dass es noch zu retten ist.

Ach so, und in der Katzenkinderstation ist auch noch keine Entspannung angesagt. Heute waren es noch immer 40 Katzenkinder, die versorgt werden müssen. Einen kleinen, völlig verhungerten Zwerg holten wir am Samstag noch vom Bahnhof in Bagenz. Seit Mittwoch turnte das Katzenkind bereits auf den befahrenen Gleisen herum. Am Samstag packte eine beherzte Bahnwärterin den kleinen „Xanter“ kurz entschlossen und informierte uns – bevor er überfahren wird. Drücken Sie bitte die Daumen, dass er durch kommt!

Auch kämpfen wir noch um das Augenlicht unseres W-Wurfes. Die Zwerge wurden in völlig desolaten Zustand von ihrer Besitzerin aus Reuthen bei uns abgegeben. Angeblich wäre die Mutterkatze nicht mehr am Leben – naja, wers glaubt … Wanda, Wanja und Winni sind nun Dauerpatienten bei der Augenspezialistin. Leider macht sie uns nicht viel Hoffnung, dass wir bei Wanda und Wanja das Augenlicht retten können. Aber Einschläfern kommt für uns nicht in Frage – dafür sind alle drei inzwischen einfach viel zu gut drauf. Sie fressen uns die Haare vom Kopf, sind dick und rund und munter. Sie spielen miteinander, finden das Katzenklo und sind so sehr lieb. Über Spenden für die kostspielige Behandlung mit Augensalben und Medikamenten würden wir uns riesig freuen.

Lisa_KatzeSowieso machen uns die Tierarztkosten derzeit wieder Kopfzerbrechen, denn die letzten Rechnungen sind noch nicht einmal bezahlt und die nächsten kranken Tiere müssen bereits wieder operiert werden. Unter anderem die 10 jährige Katze Lisa, die von ihrer Besitzerin unter Angabe von fadenscheinigen Gründen bei uns abgegeben wurde, musste operiert werden. Völlig vergammelte Zähne und mehrere Blasensteine (und dadurch blutiger Urin) waren der Vorbesitzerin anscheinend nicht aufgefallen. Wir kämpfen nun um Lisa’s Leben, weil die sensible Kätzin einfach nicht richtig ans Fressen kommen möchte. Sie braucht so viel Zuwendung und Streicheleinheiten. Nur wenn man sie streichelt und auf sie einredet, frißt sie etwas.

Noch ein Tier was in völlig desolaten Zustand bei uns von seinen Besitzern abgegeben wurde, war Kaninchen Jack. Wir wunderten uns noch warum der Kaninchenmann so dünn ist. Die Tierärztin fand schnell die Ursache – vereiterte Zähne und dadurch aufgelöste Zahnwurzeln. Jack konnten wir nicht mehr helfen, außer ihn von seinen sicher schon seit Monaten anhaltenden Schmerzen zu befreien und ihn erlösen zu lassen.

Es ist schon verrückt, dass den Vorbesitzern von Jack und Lisa nicht aufgefallen ist, dass ihre Tiere so krank sind.
Dr. Annett Stange

Im Leben zurück

August 8, 2012|

Cameron lachtSicher warten Sie schon alle gespannt auf den Bericht von unserer Fahrt ins Tierheim Klembow. Doch einen langen Bericht möchte ich gar nicht geben, weil mit keinen Worten die Zustände vor Ort und die seelische und körperliche Belastung für Tier und Mensch dort beschrieben werden können. Ich möchte Ihnen gerne von den schönen Dingen schreiben – nämlich von 8 wundervollen Hunden und zwei Welpen, die mit uns nach Deutschland kommen durften. Dank Ihrer großartigen Spendenbereitschaft entschieden wir uns kurzfristig mit zwei Autos nach Klembow zu fahren – und so mehr als den 4 vorgesehenen Hunden eine Chance auf Leben zu geben.

Mit uns zurück reisten somit nicht nur Cameron, King, Jazz und Arni, sondern auch Fabia, Brutus, Jowish, sowie Randi mit ihren beiden Welpen, die diese arme Hündin Anfang Juli in der Kiste geworfen hatte. Die Kleinen sollten nicht in der Kiste aufwachsen, ohne menschliche Zuwendung und ohne die nötigen Umweltreize, die solche Zwerge brauchen.

Jowish auf der Couch-2Was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, sind diese Bilder von Cameron und Jowish – der sogleich die Couch in seinem Zimmer bezog, als wenns nie anders gewesen wäre. Cameron ist im Leben zurück. Er ist zwar unglaublich dünn und völlig verwahrlost, wir auch alle seine Leidensgenossen, aber er hat sein Lachen wieder gefunden, läuft inzwischen mit stolz erhobenen Kopf und Rute durch die Gegend.

Vielen, vielen Dank an alle Spender – die uns die Aufnahme dieser 8 Goldschätze ermöglicht haben. Nun drücken Sie bitte alle die Daumen, dass wir schnell liebe Familien für sie finden! Denn immer noch warten 130 Hunde in den Kisten im Klembow auf ihre Chance wieder ins Leben zurück zu kehren.
Dr. Annett Stange

Ein Tierheim in Polen und seine Insassen

Juli 26, 2012|

Klembow_Kisten Klembow_Scheune

 

 

 

 

Sie haben sicher auf unserer Projekte-Seite „Aufnahmepatenschaft“ von meinem Besuch im polnischen Tierheim in Klembow gelesen. Eine Woche waren wir zusammen mit Hundehilfe Polen e.V. vor Ort. Eine schlimme Woche, in der wir 190 Hunde versorgten, von allen Hunden Fotos und Beschreibungen aufnahmen und den Zwingerbau fortsetzten. Mit deutschen Arbeitsbedingungen kann man das Tierheim Klembow definitiv nicht vergleichen. Von früh 6.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr machen dort inzwischen nur noch 3 Männer die Hundekisten sauber, füllen Wasser und Futternäpfe. Einmal am Tag (nämlich, wenn die Boxen richtig mit Wasser gereinigt werden) dürfen die Hunde aus ihrer Kiste für 3 bis 5 Minuten heraus und frei herum laufen. Den restlichen Tag sind sie eingesperrt – auf maximal 1 Quadratmeter!

Klembow_SamaKlembow_DoraSicher interessiert es Sie, welche arme Seelen dank Ihrer lieben Aufnahmepaten auf der Rückfahrt mit mir reisen durften. Sie heißen Dora, Laska, Sama und Nada. Hier Bilder, wie wir die 4 in Klembow vorfanden.
Klembow_LaskaDie 4 Hundemädchen sind so extrem dünn und völlig verwahrlost. Sie müssen nun erst einmal richtig aufgepäppelt werden. Laska hat Tumore am Bauch, die operiert werden müssen. Wenn die gutmütige Schäferhündin Dora (sie wiegt gerade einmal 18kg!!!) ganz großes Glück hat, darf sie in Kürze zu Pflegerin Sabine umziehen. Für die anderen drei sehr lieben Mäuse suchen wir neue Familien sobald sie fit und kastriert sind.
Klembow_FabiaKlembow_CameronWie Sie sich sicher vorstellen können, lassen mich die Augen der zurück gebliebenen Klembow-Hunde nicht los. Die Hunde sind zum Teil so extrem verhungert, weil sie nicht jeden Tag gefüttert werden (so wie

Klembow_Nada-1Cameron, siehe Bild ganz links) – obwohl Hundehilfe Polen und Sabro und viele polnischen Privatleute Futter ins Tierheim bringen. Zum Glück arbeiten die Behörden an der Schließung des Tierheimes und dem Bau eines neuen vernünftigen Tierheimes.

Wir wollen kommende Woche erneut nach Klembow fahren. Futter mitbringen und vor Ort mit den Behörden über die Schließung dieser Hundehölle sprechen.

Klembow_KingWieder sollen zumindest 4 arme Seelen auf der Rückreise mit uns kommen. Wenn wir liebe Spender finden, die ihre Aufnahme bei uns finanzieren. Denn diese Hunde aufzupäppeln und tierärztlich zu versorgen kostet viel Geld. Einen sehr kranken Hund möchten wir gerne mitnehmen, denn in Polen wird sich niemand um ihn kümmern. Er heißt King, ist eigentlich ein junger Rüde – doch kann er vor Schmerzen kaum laufen. Vielleicht hat er HD und ist durch die Boxenhaft so am Ende seiner Kräfte. Erst hier in Deutschland können wir schauen, ob wir dem jungen Tier noch helfen können.

Unser Projekt Aufnahmepatenschaft wird daher in den nächsten Tagen aktualisiert. Ich hoffe so sehr wieder auf Ihre großartige Unterstützung! Bitte helfen Sie uns, damit wir diesen armen Tieren wenigstens eine Chance geben können – in Klembow haben sie keine Chance mehr!!!
Dr. Annett Stange

Unfassbar

Juli 8, 2012|

So etwas haben wir noch nie erlebt. Am Freitag sollten 4 Meerschweinchen bei uns abgegeben werden, da das Baby der Familie eine Allergie hat. Uns schwante nichts Böses, als die Leute am Tor klingelten. Doch als wir die 4 Tiere sahen – in Seitenlage, nur nach schwach atmend und röchelnd war für uns alles klar – alle 4 Meerschweinchen hatten einen Hitzeschock!!! Und wissen Sie warum. Weil die Leute die armen Tiere bei ca. 30°C im Kofferraum des Autos, ohne Abdeckung und ohne Klimaanlage transportierten und das nicht nur wenige Minuten sondern fast 1,5 Stunden!!! Trotz aller erste Hilfe Maßnahmen konnten wir ein Meerschweinchen nicht retten, es starb kurze Zeit später an Kreislaufversagen. Bei den anderen Dreien schlugen Infusionen, kühlen und einflössen von Zuckerwasser zum Glück an. Sie sind heute wieder munter, fressen und glucksen und erholen sich hoffentlich von dem Schock. Wie dumm und gedankenlos können Menschen nur sein …

Katzenkinder_O-WurfAm Samstag freuten wir uns über die Vermittlung von zwei Katzenkindern – Collin und Johnas (er wurde nicht auf unserer Homepage vorgestellt) durften zu ihren neuen Familien umziehen. Aber unsere Freude währte nicht lange, denn am späten Nachmittag brachte eine Frau gleich 8 Katzenkinder, die sie angeblich in ihrer Scheune gefunden hatte. Naja, ist schon etwas merkwürdig, dass man gleich zwei Würfe findet – zwei Katzenkinder im Alter von ca. 12-14 Wochen und ein Wurf mit 6 Welpen von vielleicht 4 Wochen Alter. So etwas müsste ja schon mal eher aufgefallen sein. Naja, dass Schlimme daran ist, dass die Welpchen krank sind mit Katzenschnupfen. Zwei Katzenkinder aber waren bei ihrer Ankunft so verhungert und schwach, dass wir dachten, sie sterben in den nächsten Minuten. Sie wurden natürlich sofort zum Tierarzt gebracht. Am Abend konnten sie dank Infusion, Zuckertropfen und einflössen von Milch bereits wieder aufrecht sitzen und werden nun von Pflegerin Ulrike gepäppelt. Drücken Sie bitte die Daumen, dass die beiden Zwerge durchkommen. Sie sind sowas von niedlich. Bis morgen haben sie bestimmt auch schon Namen – irgendwas mit O (weil wir schon beim O-Wurf angekommen sind).

Ach so, per Datum heute haben wir 48 Katzenkinder :((( Ein trauriger Rekord.

 

SchwalbenkinderNeben den Katzenkindern werden von unseren Pflegern derzeit auch noch diese 5 Schwalbenkinder gepäppelt, deren Nest dem Unwetter zum Opfer gefallen ist. Nächste Woche werden sie sicher bereits die ersten Flugstunden in Baracke 9 durchführen – denn sie müssen ja nun bald anfangen selbst Fliegen zu fangen. Derzeit müssen das nämlich die Pfleger mit der Fliegenklatsche übernehmen. Ganz schön anstrengend für die kleinen Vielfrasse genügend Fliegen zusammen zu bekommen.
Dr. Annett Stange

Was uns wütend macht

Juli 2, 2012|

Flaschenkinder_E-WurfEs ist unglaublich, in den letzten Tagen wurden gleich 3 Katzenkinder im Wald ausgesetzt aufgefunden. Am Freitag 2 getigerte Würmchen im zarten Alter von etwa 4 Wochen im Wald bei Groß Oßnig. Zum Glück fressen die Zwerge schon selbstständig. Und gestern ein vielleicht erst 3 Wochen junges, schwarzes Katerchen mit süßen Knopfaugen im Wald von Kathlow. Uns macht so etwas richtig wütend. Das schwarze Katerchen war bereits über und über voll mit Maden und Fliegenlarven, völlig abgemagert und schwach. Sicher wurde es nicht als einzelnes Katzenkind ausgesetzt. Jetzt kämpfen meine Katzenpfleger wieder um das Leben so eines Würmchens. Stundenlang haben sie Maden von dem Zwerg abgesammelt, bis endlich kein Ungeziefer mehr an ihm gefressen hat.

Muss denn so etwas sein??? Warum können die Leute nicht einfach ihre Katze kastrieren lassen, wenn sie keinen Nachwuchs wollen. Warum muss man ein nicht mal 3 Wochen junges Katzenbaby der Mama entreißen und dann im Wald aussetzen und somit zum qualvollen Sterben verdammen. Wir haben das puschelige Knopfauge jetzt Niklas getauft. Somit leben seit gestern insgesamt 42 Katzenkinder in unserer Obhut, wovon derzeit noch 6 Kinder mit der Flasche auch in der Nacht gefüttert werden müssen.

Wir brauchen dringend Katzenkinder-Nassfutter, Holzpellet- oder Strohpelleteinstreu für die Katzenklos (da herkömmliches Klumpstreu für die Babys ungesund ist) und Aufzucht-Milch von Gimpet oder Royal Canin!!!

Das Bild zeigt übrigens unsere 5 Flaschenkinder vom E-Wurf (wie vielleicht schon der ein oder andere festgestellt haben, gehen wir bei der Namensvergabe nach dem Alphabet). Ihre Mama Else ist noch nicht einmal ein Jahr alt und viel zu schwach und krank, um die Babys zu säugen. Die kleine Katzenfamilie kam gerade noch rechtzeitig zu uns. Sie wären sonst alle, samt Mama, elendig eingegangen.
Dr. Annett Stange

Wenn ein kleines Hundeherz anfängt zu lachen

Juni 27, 2012|

Bolek_kann doch lachenDann freuen sich auch wir Zweibeiner …

Auf unser Notfall-Seite stellen wir Ihnen ja Bolek vor, einen kleinen uralten Hundesenior, den wir kürzlich aus einem polnischen Tierheim übernahmen. Als Bolek zu uns kam, lebte er in seiner eigenen Welt. Er nahm von uns keine Notiz, konnte sich nicht mehr freuen, seine Augen schauten nur verständnislos. Er hatte sich völlig aufgegeben und wartete nur darauf endlich zu sterben.

Wie das der ein oder andere Tierheimbesucher vielleicht schon mitbekommen hat (und wie von meinen Mitarbeitern immer milde belächelt), hat die Tierheimchefin doch so eine kleine Schwäche für uralte, tattrige Hundeopis und -omis. Naja, und weil Bolek eben im Tierheimalltag des Tierschutzliga-Dorfs doch so verloren wirkte, durfte er mit ins Bürorudel ziehen. Feivel, der 2. Hofrudelchef fand das zwar anfangs ziemlich doof. Aber nachdem er aufgrund seines Fehlverhaltens gegenüber dem wesentlich schwächeren Bolek (und eigentlich wegen einer dringend notwendigen Zahnsanierung) für 2 Tage ins Tierheim ziehen musste, klappt das Rudelleben nun wieder einwandfrei und Bolek gehört jetzt dazu.

Und was keiner gedacht hat. Seit Bolek ein neues „Frauchen“ gefunden hat, kann er wieder lachen. Sein krummes Schwänzchen geht nun unaufhörlich, wenn er „seinen“ Menschen sieht. Er kommt an zum Kuscheln, tappelt hinterher und passt genau auf, „sein“ Frauchen nicht aus den Augen zu verlieren. Er ist einfach so süß.
Am liebsten schläft Bolek übrigens auf dem Sessel.
Dr. Annett Stange

Besuch bei Fundkätzchen Mimi

Juni 16, 2012|

Mimi_in der KlinikAm Donnerstag besuchten wir unser armes Fundkätzchen in der Tierklinik. Ja, die kleine graue Miez ist leider noch immer in der Klinik. Ihr geht es zwar wesentlich besser, sie läuft bereits wieder, aber so richtig glücklich sind die Tierärzte noch nicht mit Mimi’s (so wurde die kleine Katze inzwischen getauft) Entwicklung. Mimi wird wieder richtig laufen können, aber sie kann immer noch nicht den Kot- und Urinabsatz kontrollieren. Was das bedeutet, kann sich sicher jeder vorstellen. Mimi wird nicht mehr als Wohnungskatze leben können, weil sie überall Pipi und Häufchen verliert. Bei uns im Tierheim lebt bereits seit Jahren so ein Kätzchen namens Ms Elli , die ebenfalls nach einem Autounfall nicht mehr stubenrein ist.

Aber vielleicht hat ja jemand einen schönen Hof weit abseits von jeder Straße und traut sich so ein liebes, inkontinentes Kätzchen zu?

 

Was ist sonst noch los bei uns?

Rex_in seinem ZwingerZur Zeit ist ein Kommen und Gehen in der Hundeabteilung. Da werden Hunde vermittelt und im gleichen Atemzug kommen neue Hunde dazu. Wir leben immer noch an der Kapazitätsgrenze. Nächste Woche müssen wir wieder einen armen Schäferhund aus einem Sterbefall aufnehmen. Sie müssen sich mal vorstellen – Rex – so heißt der schöne, langfellige Bursche, lebt seit 1 Jahr alleine in Zwinger und Hof, weil sein Besitzer verstorben ist. Er wird versorgt, mehr aber nicht. Noch nie in seinen Leben, war der Hund außerhalb des Hofes. Mit 8 Wochen gekauft und seitdem eingesperrt. Und trotzdem, wir haben den Burschen besucht – Rex ist total lieb und aufgeschlossen, vielleicht 4-5 Jahre jung. Ein echt netter, freundlicher Hund – ein bisschen ungestüm, aber ein feiner Kerl. Vielleicht findet sich ganz schnell eine liebe Familie für diesen leider momentan viel zu dicken, aber ansonsten wirklich bildschönen belgischen Tuerverenrüden.

Was uns riesig freut. Morgen fährt unsere süße Omi-Mi in ihr neues Zuhause. Dank des Tierschutzverein Crailsheim bekommt Omi-Mi einen Traumplatz bei einer älteren Dame mit Haus und großem Grundstück – die sich rund um die Uhr, um Omi-Mi’s Wohl kümmern wird.

Und am Montag darf unser liebes Kälbchen Anni Adieu sagen. Dann geht die Reise ins neue Heim zu lieben Menschen nahe Berlin mit Haus und Hof und Mini-Hundeopi.

 

kleines BlauaugeUnd wenn Sie jetzt denken, bei unseren Katzen ist nichts los – weit gefehlt. Unsere Katzenkinder-Quarantäne ist bis auf einen Platz voll belegt!!! Insgesamt 31 Katzenkinder (zum Glück zum Teil mit Mama) werden hier von meinen Katzenpflegern derzeit liebevoll umsorgt und aufgezogen (zum Teil mit Flasche auch in der Nacht!). Dieses kleine Blauauge ist nur eines der vielen – dieses Jahr sind echt alle Farben vertreten. Der größte Teil ist ab Anfang Juli bereit zur Vermittlung. Also, wer jemanden kennt, der ein oder besser zwei Katzenkinder aufnehmen möchte – BITTE MELDEN!

Für die Katzenkinder brauchen wir auch dringend Katzenkinder-Nassfutter, Aufzuchtmilch von Royal Canin oder Gimpet, sowie ganz dringend Holzpellet-Streu für die Katzenklos.

P.S.: Karl Nickel – unser Feldhase wächst und gedeiht, dank Azubi Katja. Inzwischen ist sein Kampfgewicht auf 600 g gestiegen (von anfänglichen 100g). Langsam müssen wir uns Gedanken über die Zukunft des behinderten Karl Nickel machen.
Dr. Annett Stange

Kennen Sie schon „Karl Nickel“?

Mai 29, 2012|

Karl Nickel

Sicher nicht, denn Karl Nickel ist ja auch keine „Karnickel“, sondern ein Feldhase – noch dazu ein ganz kleiner. Der arme Babyhase hatte sich in seinem jugendlichen Eifer verhoppelt und sich im Zaun der Hundekita in Cottbus verfangen. Glücklicherweise konnte die Hundemutti Uli den verletzten Unglücksraben (-hasen) vor den Hunden retten und zu uns bringen. Karl Nickel wird nun von Azubi Katja mit der Flasche aufgepäppelt. Doch ob er jemals wieder in die Freiheit entlassen werden kann, steht noch in den Sternen, denn zur Zeit zieht er seinen linken Hinterlauf nicht an.
Dr. Annett Stange

Fajo ist aus der Klinik zurück

Mai 24, 2012|

Fajo_20120523-1 Fajo_Diabolo

 

 

 

 

 

Seit 2 Tagen ist unser lieber Fajo aus der Tierklinik zurück. Es ist unglaublich, aber in seinem Hals steckte wirklich ein Geschoss, um welches ein bösartiger Keim wütete und zu einer massiven Entzündung im Hals führte. Dieses Geschoss wurde nun entfernt und der Keim mittels Antibiotika bekämpft. Der tapfere, kleine Hundemann trägt nun nur noch einen recht modischen Verband mit Halstuch, damit die Wunde am Hals in Ruhe heilen kann.

Fajo geht es jetzt schon wieder richtig gut. Sein Schwänzchen wedelt wieder und beim Spaziergang läuft er mit hoch erhobenen Kopf. Wir sind so froh, dass er alles gut überstanden hat.

In den nächsten Tagen wird die Tierarztrechnung für Fajos Untersuchungen, OP und Klinikaufenthalt bei uns eintreffen. Bitte, bitte – wer hilft uns diese Kosten irgendwie zusammen zu bringen? Die nächsten Notfälle warten schon wieder…

Fundkatze_20120521

Wer kennt dieses Kätzchen?

Diese bildschöne, absolut liebe evtl. Britisch Kurzhaar-Mixkatze wurde am 21.Mai 2012 schwerst verletzt und jämmerlich vor Schmerzen schreiend am Straßenrand Richtung Stausee gefunden. In der Tierklinik versucht man nun gerade ihr junges Leben zu retten. Bitte drücken Sie alle die Daumen, dass diese arme Maus es schafft.

Über Spenden für die Rettung der armen noch namenlosen Miez wären wir mehr als glücklich!
Dr. Annett Stange

Bericht zum Tag der offenen Tür 2012

Mai 13, 2012|

Am 12. Mai 2012 öffneten wir unser Tierheim wieder zum alljährlichen Tag der offenen Tür. Auch wenn er am Morgen noch richtig trübe, mit viel Wind und Nieselregen bekann, im Laufe des Tages klarte der Himmel auf und die Gäste strömten ins Tierschutzliga-Dorf. Bestimmt 400 Tierfreunde, Tierbesitzer und einfach nur Interessierte folgten unserer Einladung.
Aus der Dia-Show: Marlitt von BB Radio mit Patenhund LarsAuch dieses Jahr hatten wir wieder prominente Unterstützung, den Marlitt von der BB Radio Kaiser & Co. Morgenshow hatte sich angekündigt und ordentlich die Werbetrommel im Radio für uns gerührt.

Aber nicht nur Familien, die uns noch nicht kannten, kamen um sich unser Tierheim anzuschauen. Auch ganz viele ehemalige Schützlinge mit ihren Menschen besuchten uns an diesem Tag. Dies war für uns eine große Freude. Denn so konnten wir sehen, wie toll sich die Hunde an ihre neue Familie gewöhnt hatten. Alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Aber besonders erwähnen möchten wir Karo und Jasper mit ihren Familien, die extra die weite mehrstündige Fahrt auf sich genommen hatten, um uns zu besuchen – einfach toll. Karo haben wir kaum wieder erkannt, hatte sie doch bei uns noch kurzes Fell, war ein kleines, dünnes, verschüchtertes Hundemädchen. Jetzt läuft sie mit hoch erhobenen Schwänzchen durch die Welt und folgt ihrer Familie auf Schritt und Tritt. Für das ehemalige Hundekind Jasper (von Jette und Joschi) war der Tag bei uns auch ganz toll, sollte er doch seinen Bruder Jeremy wieder sehen, der mit seiner Familie auch extra die weite Strecke anreiste. Die beiden Brüder erkannten sich natürlich sofort wieder.

Doch nicht nur die Hundepfleger freuten sich über die regen Besucher. Auch in der Katzenabteilung war die Freude groß. Ihre ehemaligen samtpfötigen Schützlinge konnten zwar nicht persönlich mit den neuen Familien mitkommen – aber ganz viele Fotos von glücklichen Katzen im neuen Heim wurden vorbei gebracht.
Aus der Dia-Show: gespanntes ZuschauenAm Mittag veranstalteten wir ein Hunderennen, wobei jeder Hund egal ob groß oder klein mitmachen durfte – Tierheimhunde natürlich auch. Na, und wie sollte es anders sein, unser Energiebündel Attila gewann das Rennen, gefolgt von den ehemaligen Schützlingen Jeremy und Susi mit ihren Frauchen. Unser großes Angsthäschen Bruni machte mit Patin Claudia auch beim Rennen mit. Doch die vielen Besucher verunsicherten Bruni dann zu sehr. Er gewann zumindest den Trostpreis – ein leckeres, getrocknetes Schweineohr.

Für Jungspund Attila sollte dieser Tag aber nicht nur mit dem Hunderennen erfolgreich enden. Er fand seine neue Familie, die ihn wenige Tage später sogar mit seiner besten Hundefreundin und Zimmerkumpanin Rosi bei sich aufnahm.

Wie jedes Jahr stellten wir in einer Vorführung einige unserer derzeitigen Tierheimhunde vor. Dabei wurden die Schützlinge nicht nur von den Hundepflegern geführt, sondern diesmal hatten wir tatkräftige Unterstützung durch unsere lieben Gassigeher und Tierpaten. Diese zeigten gleich was sie ihren Lieblingen bei den gemeinsamen Spaziergängen so alles beigebracht haben. Aber auch unsere Azubis mussten wieder ran. Katja führte dabei unseren schwarzen Rex, einen Hund, den bisher kein Besucher zu sehen bekommen hat. Seit 3 Jahren lebt Rex bei uns und wird von den Hundepflegern intensiv betreut. Vom anfangs extrem misstrauischen und abweisenden Hund, hat er sich gegenüber seinen Bezugspersonen zum Traumhund entwickelt. Er folgt auf den kleinsten Fingerzeig und kann inzwischen neben sämtlichen Grundkommandos auch verschiedenste Tricks. Aber leider ist Rex gegenüber fremden Personen immer noch extrem abweisend und auch gefährlich, da er von seinem Vorbesitzer als Beschützer erzogen wurde. Für ihn suchen wir noch immer Paten, die uns unterstützen, damit Rex hier weiter gut versorgt und betreut werden kann.
Aus der Dia-Show: Vorführung Mein Hund HundeschuleNicht nur unsere Tierheimhunde hatten ihren großen Auftritt. Zum ersten Mal zu Gast waren die Hundefreunde von der Mein Hund Hundeschule aus Leuthen unter Leitung von Ramona Noack. In einem gemeinsamen Programm mit Uli Lehmann von der Hundekita Cottbus zeigten sie mit ihren Lieblingen, was so ein braver Familienhund alles so bringen kann. Den Besucher wurde auch der Hundesport Degility vorgestellt, der im Gegensatz zum Agility-Hundesport, für alle Hunde, egal ob jung, alt oder mit Handicap geeignet ist.

Die BRH-Rettungshundestaffel aus Forst zeigte ebenfalls ihr Können. Besonders toll dabei – unsere kleine pfiffige Yorkie-Hündin Easy gehört nun auch zu Rettungshundestaffel und hat in dem Jahr, seit sie bei ihrer neuen Familie lebt, so enorm viel gelernt. Es ist einfach wunderbar zu sehen, dass auch aus einem Tierheimhund noch etwas werden kann.

Das besondere Highlight an diesem Tage war aber ganz klar der Besuch von Marlitt von der Kaiser & Co. BB Radio Morgenshow. Sie besuchte an diesem Tag ihren Liebling bei uns im Tierschutzliga-Dorf, den Rottweilerrüden Lars. Mit der Überreichung der Patenschaftsurkunde ist sie nun Lars offizielle Tierpatin. Marlitt bedanke sich mit einer großen Kiste voller Spielzeug für den Lars und seine Hundekumpels. Sie will sich auch in der Zukunft um ein Zuhause für Lars und den ein oder anderen Tierheimschützling bemühen. In der BB Radio Morgenshow werden daher von Marlitt regelmäßig einzelne unserer Tierheimbewohner vorgestellt.

Wir möchten uns bei allen Spendern, Unterstützern und ehrenamtlichen Helfern für diesen erfolgreichen und wunderschönen Tag der offenen Tür von ganzem Herzen Bedanken. Insgesamt 1427,89 € gingen an diesem Tage aus Spenden und dem Erlös der Tierschutz-Tombola an unsere Tierheimkasse. Vielen, vielen Dank!
Einen kleinen Eindruck vom Tag der offenen Tür bekommen Sie bei unserer Dia-Show mit vielen Bildern!

Einige unserer Bewohner haben nicht so viel Glück, sie gelten als unvermittelbar und suchen Paten.

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