Wie viel sollen Katzen Trinken?

Ob Mensch oder Tier – die tägliche Flüssigkeitszufuhr beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden. Auch bei deiner Katze solltest du deshalb neben der passenden Nahrung auf eine ausreichende Hydrierung achten. Nur so kannst du der Gefahr von Nieren- oder Harnwegserkrankungen deines Vierbeiners vorbeugen. Diese besteht besonders an heißen Tag und bei Katzen, die überwiegend Trockenfutter fressen.

Erfahre von unserer Tierärztin, wie hoch der Flüssigkeitsbedarf deiner Katze ist, welche Faktoren ihr Trinkverhalten beeinflussen und wie du sie zum Trinken animierst.

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Darum solltest du deiner Katze genügend Wasser bereitstellen

Besonders an warmen Tagen ist viel Trinken das oberste Gebot, um fit zu bleiben. Katzen kühlen sich im Gegensatz zu uns Menschen zwar nicht durch Schwitzen ab, dennoch lecken sie häufig ihr Fell, wodurch Verdunstungseffekte entstehen. Auch ihr Flüssigkeitsbedarf ist im Sommer daher erhöht. 

Hinzu kommt: Hauskatzen sind trinkfaul und kommen mit sehr wenig Wasser aus, da sie von Wüstenbewohnern abstammen. Das Problem: Katzen, die nur wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, haben ein höheres Risiko Harnkristalle in der Blase zu bilden. Daher solltest du deinem Stubentiger immer genug Wasser zur Verfügung stellen.

So hoch ist der Flüssigkeitsbedarf von Katzen: die richtige Trinkmenge berechnen

Der tägliche Flüssigkeitsbedarf deiner Katze hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen neben der Umgebungstemperatur auch die Futterart, das Körpergewicht und das Aktivitätsniveau. 

Du kannst die passende Trinkmenge pro Tag für deine Katze aber mit einer einfachen Faustregel berechnen: Eine ausgewachsene Katze benötigt täglich zwischen 50 und 70 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Trinkmenge nimmt deine Katze nicht auf einmal auf, sondern in vielen kleinen Einzelportionen.

Ein Beispiel: Wiegt deine Katze 4 Kilogramm, benötigt sie insgesamt rund 200 bis 280 Milliliter Flüssigkeit am Tag.

Besonderheit: Deine Katze frisst Nassfutter

Frisst deine Katze Nassfutter, nimmt sie auch darüber einen Teil der benötigten Flüssigkeit auf. Nassfutter mit einem hohen Wassergehalt von 80 Prozent kann beinahe den gesamten Tagesbedarf einer normalgewichtigen, ausgewachsenen Katze decken. Achte dennoch darauf, dass ihr jederzeit Wasser zur Verfügung steht. 

Frisst dein Stubentiger hauptsächlich Trockenfutter, ist es besonders wichtig, dass er zusätzlich genügend trinkt.

Besonderheit: Trinkmenge bei Kitten

Bei Katenzbabys ist die Trinkmenge eine andere. Sie benötigen in den ersten Tagen rund alle zwei bis drei Stunden Nahrung – normalerweise in Form von Muttermilch. 

Bei Kitten, die von Hand aufgezogen werden, solltest du unbedingt auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. Hier eignet sich Aufzuchtmilch aus dem Handel am besten. Sie unterscheidet sich von normaler Katzenmilch und enthält wichtige Nährstoffe. In der Regel liegt eine Dosierungsanleitung bei. 

Achte grundsätzlich bei Kitten darauf, kleine Mengen in regelmäßigen Abständen zu füttern. 

Was darf ich meiner Katze zum Trinken geben?

Häufig kursiert die Frage, ob Wasser oder Milch für Katzen besser geeignet ist. Für ausgewachsene Katzen ist Leitungswasser vollkommen ausreichend und der beste Weg, den Flüssigkeitsbedarf deiner Katze zu stillen. 

Kuhmilch ist hingegen ungeeignet für Katzen: Sie kann durch den enthaltenen Milchzucker Bauchweh und Durchfall bei den Vierbeinern auslösen. Mehr zu möglichen Wasseralternativen erfährst du in unserem Beitrag „Dürfen Katzen Milch trinken?“.

Wie merke ich, dass meine Katze zu wenig trinkt, und was mache ich dann?

Wenn deine Katze auch draußen unterwegs ist, ist es schwierig nachzuvollziehen, wie viel Flüssigkeit sie täglich zu sich nimmt. Bei Katzen macht sich eine Dehydrierung anhand verschiedener Symptome bemerkbar:

  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Eingefallene Augen
  • Schwerer Atem

Sollte deine Katze solche Symptome zeigen, könnte ein Flüssigkeitsmangel die Ursache sein. 

Um sicher zu gehen, kannst du dir ihre Hautelastizität und das Zahnfleisch genauer anschauen. Drücke dazu die Haut am Rücken deiner Katze für einige Sekunden zusammen. Bei einer dehydrierten Katze bleibt die Hautfalte anschließend ungewöhnlich lange bestehen, wohingegen sie sich normalerweise schnell wieder glättet. Auch ein klebriges und trockenes Zahnfleisch weist auf eine Austrocknung hin. Kontaktiere dann bitte unbedingt deinen Tierarzt. 

Tipps: So erhöhst du die Trinkmenge deiner Katze

Um Dehydration zu vermeiden, gibt es ein paar Tipps und Tricks, mit denen du deine Katzen zum Trinken animieren kannst.

Der richtige Ort des Wassernapfes

Wassernapf und Futternapf sollten bei Katzen nicht am gleichen Ort stehen. Stelle beides außerdem weit weg vom Katzenklo auf.

Verteile am besten mehrere Wasserschalen in der Wohnung und an den Lieblingsplätzen deiner Katze.

Die Wahl des Gefäßes: Napf oder Trinkbrunnen 

Manche Katzen stören sich daran, wenn ihre Schnurrhaare beim Trinken an den Rand des Napfes stoßen. Probiere verschiedene Gefäßformen aus, wie eine breite, flache Schale oder ein hohes Glas. So wirst du merken, was deinem Stubenkater am besten gefällt. Auch beim Material kannst du verschiedenes testen: Metall, Glas, Keramik oder Kunststoff. 

Manche Katzen mögen kein abgestandenes Wasser aus einem Gefäß und bevorzugen stattdessen laufendes Wasser aus dem Wasserhahn. Ein Trinkbrunnen ist hier die optimale Lösung, um deinem Vierbeiner zur Flüssigkeitsaufnahme zu motivieren. 

Beobachte deine Katze am besten, um ihr Trinkverhalten besser kennenzulernen und die passende Trinklösung für sie zu finden. 

Flüssigkeiten mischen

Auch mit der Flüssigkeit selbst kannst du deiner Katze das Trinken so schmackhaft wie möglich machen und beispielsweise ein wenig Fleischbrühe oder Fischsaft zum Trinkwasser mischen  oder das Futter  mit ein wenig Wasser anreichern. 

Nassfutter für besonders trinkfaule Katzen wählen

Wenn deine Katze sehr trinkfaul ist und hauptsächlich Trockenfutter frisst, solltest du zunächst auf ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Wassergehalt umstellen. Worauf es dabei ankommt, zeigen wir dir in unserem Beitrag „Gutes Nassfutter für Katzen“. 

Damit die Umstellung von Trocken- auf Nassfutter schonend und artgerecht gelingt, hat unsere Tierärztin dir außerdem alle Infos rund um die Futterumstellung bei Katzen zusammenstellt. 

  • Unser Spendenkonto:
  • Tierschutzliga Stiftung
  • SozialBank
  • IBAN: DE35 3702 0500 0009 8385 03
  • BIC: BFSWDE33XXX
  • Verwendungszweck: Notfellchen-Fonds
  • PayPal: stiftung@tierschutzliga.de

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08.02.2024|