Was Sie über die Ernährung von Katzen wissen sollten

„Welches Katzenfutter ist das beste?“ Das werden wir oft bei den Vermittlungsgesprächen im Tierheim gefragt. Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, da natürlich auch die individuellen Bedürfnisse der Katze eine Rolle spielen. Die Qualität der Zutaten lässt sich jedoch bewerten und dabei kommt es hauptsächlich auf den Fleischanteil an.

Hochwertiges Katzenfutter hat einen hohen Fleischanteil

Greifen Sie beim Einkauf zu Katzenfutter mit hohem Fleischanteil. Die Angabe zum Fleischanteil ist im Kleingedruckten zu finden. Lassen Sie sich dabei nicht von missverständlichen Formulierungen an der Nase herumführen. Denn wieviel Prozent Fleischanteil wirklich in der Dose enthalten ist, ist oft unklar und irreführend beschrieben. Bei bekannten Markenprodukten heißt es häufig: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% Rind)“. Wie hoch ist nun also der Fleischanteil? Vermutlich nahe Null. Ebenso missverständlich: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 33% Rind)“. Hier wird suggeriert, es wären 33% Rind in der Dose. Weit gefehlt! Im Gegensatz dazu ist die Deklaration bei Dehner Best Nature vorbildlich: „Fleisch und Innereien vom Huhn (33%) und vom Lachs (33%), Fleischbrühe (31%), Reis (2%), Mineralstoffe (1%).“ Addieren Sie die Prozente und Sie kommen auf exakt 100%. 100% Fleischanteil gibt es übrigens nicht, da immer ein gewisser Anteil Flüssigkeit dabei ist, bei manchen Sorten wird dies extra deklariert als Fleischbrühe oder Wasser.

Getreide im Katzenfutter kann zu Niereninsuffizienz führen

Getreidefreies Katzenfutter wird immer mehr nachgefragt, und das hat schwerwiegende gesundheitliche Gründe. Bei den meisten Billigfuttern liegt der Fleischantei bei unter 10%. Die restlichen 90% sind „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ und „Getreide“. Damit sind z.B. zerstoßene Erdnusschalen, Getreideabfälle und vor allem Soja gemeint – das ist billig. Aber Katzen sind reine Fleischfresser mit kurzem Darm, sie können diese pflanzlichen Eiweiße nicht komplett verdauen. Durch diesen Sondermüll werden Niere und Leber lebenslang übermäßig strapaziert. Es verwundert nicht, dass jede zweite Katze an Nierenversagen stirbt. Deshalb sollte der Kohlenhydratgehalt (Getreide) so niedrig wie möglich  und die verwendeten Getreidesorten so hochverdaulich wie möglich sein, am besten ist wohl Reis.

Was bedeutet Allein- bzw. Ergänzungsfuttermittel?

Alleinfuttermittel enthalten zusätzliche Mineralstoffe, vor allem Taurin. Katzen können Taurin nicht selbst herstellen, es muss über die Nahrung zugefüttert werden. Dauerhafter Mangel, z.B. bei ständiger Fütterung mit Hundefutter, führt zu Netzhautdegenerationen bis hin zur Blindheit. Taurin ist in Meerestieren enthalten, in Geflügel, im Muskelfleisch vom Rind und Lamm. In Herzgewebe ist besonders viel Taurin, am meisten in einer Maus. Alleinfuttermittel bedeutet, dass es theoretisch täglich gefüttert werden kann, ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt, da alle benötigten Mineralstoffe der Mischung beigegeben wurden. Da mag das Futter noch soviel Abfall und Füllstoffe enthalten, kaum Fleisch, viel Zucker, aber Mineralstoffe sind  zugeführt. Allein deshalb gillt es als Alleinfutter! Ergänzungsfuttermittel sind keine zusätzlichen Mineralstoffe beigefügt, also auch kein Taurin. Aber wenn genügend Fleisch in der Dose ist, dann enthält es natürliches Taurin. Synthetisches Taurin dient übrigens auch als Geschmacksverstärker. Wir plädieren für Abwechslung im Speiseplan, füttern Sie darum bitte nicht stets dieselbe Marke.

Ist Trockenfutter für Katzen gesund?

Bitte ernähren Sie Ihre Katze nicht ausschließlich mit Trockenfutter! Dafür trinken Katzen zu wenig, es belastet die Nieren. Wenn Sie nur Nassfutter füttern, benötigt Ihre Katze kaum zusätzliches Wasser, Sie brauchen also nicht zu befürchten, dass Ihre Katze zu wenig trinkt.

Dürfen Katzen Milch trinken?

Manche Katzen mögen verdünnten Quark, Hüttenkäse oder Naturjoghurt. Verfüttern Sie aber keine Süßmilchprodukte wie Milch, Sahne oder Butter, denn sie enthalten Milchzucker, was zu Durchfall bei Katzen führt. In Sauermilchprodukten, also Quark, Hüttenkäse und Joghurt ist der Milchzucker in Säure umgewandelt, wofür die Darmflora sehr dankbar ist.

Wie oft sollte man Katzen füttern?

Futter muss nicht den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Eine Katze ist ein Raubtier, deshalb braucht sie nicht ständig Futter vor der Nase wie eine Kuh auf der Weide. Erwachsenen und gesunden Katzen reichen zwei sättigende Malzeiten am Tag völlig aus. Füttern Sie möglichst immer zur selben Uhrzeit.

Kann gesundes Katzenfutter billig sein?

Eine 400 g Dose einer billigen Eigenmarke ist schon für 35 Cent zu haben. Hochgerechnet kostet ein Kilo 87 Cent. Bei diesen Preis kann kaum Fleisch in der Dose sein. Hochwertiges Futter ist etwas teurer. Aber die Katze braucht davon weniger. Und sie bleibt länger gesund.

Fütterungsempfehlung für Katzen

Empfehlenswert sind unserer Meinung nach z.B. Tera Felis (87% Fleisch, ohne Schlachtabfälle, Reis, Lebensmittelqualität), grau Schlemmertöpfchen (72% Fleisch), Nature‘s Menü von Schmusi (nur Fleisch, 4% Reis, Mineralerde oder Lachsöl), Select Gold (65.5% Fleisch, 31% Fleischbrühe), Real Nature (mindestens 60% Fleisch, ohne Tier-und Knochenmehle), Bozita (nur Fleisch), Herrmanns (nur Bio-Hühncherfleisch), Yarrah Bio (37% Bio-Fleisch, Bio-Weizen), Unser Land (90% Fisch, Kartoffeln, Karotten).

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