Mama, ich will ein Pony …

Der Wunsch vieler Kinder – Aber was kostet ein Pferd wirklich?

„Eine aus unserer Klasse hat ein Pony bekommen, ich will auch eins!“ Manche Eltern lassen sich überreden und kaufen ein Pony, das bereits einige Monate später wieder zum Verkauf steht.

Kleines Pferd, kleine Kosten?

Viele Leute meinen, je kleiner das Pferd umso geringer die Kosten. Das stimmt nicht. Auf dem Land kostet die Unterbringung zwischen 140 und 200 Euro, in Großstädten bis zu 400 Euro, unabhängig von der Größe des Tiers.
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Kosten und Aufwand fürs eigene Pferd

Zusätzlich fallen auch noch andere Kosten an, wie etwa der Hufschmied, der alle sechs bis acht Wochen die Hufe aus schneidet und gelegentlich beschlägt. Dies kostet zwischen 25 bis 100 Euro. Außerdem: Kosten für jährlichen Impfungen, Pferdehaftpflichtversicherung, Entwurmungen, Kleidung für Pferd und Reiter wie Sattel, Halfter, Zaumzeug, Decken. Auch ein kleines Pony bringt einen enormen Zeitaufwand mit sich. Täglich muss gefüttert und gemistet werden. Reparaturen an der Stallung und Koppel lassen sich nicht vermeiden. Es gibt keine Sonn- und Feiertage. Selbst die Fahrt in den jährlichen Urlaub wird zur Belastung, es muss jemand gefunden werden, der sich um das Tier kümmert. Ist das Kind diesen Aufgaben gewachsen?

Reitbeteiligung als Alternative

Viele Leute kaufen versehentlich ein krankes Pferd. Wer sich mit Pferden nicht auskennt, sollte einen Tierarzt hinzuziehen, der die so genannte Ankaufsuntersuchung durchführt. Dies heißt aber nicht, dass nach dem o.k. des Arztes das Pferd wirklich ganz gesund ist, denn eine Garantie wird kein guter Tierarzt geben. Dazu müsste die große Untersuchung in einer Pferdeklinik gemacht werden, in der das Pferd von Kopf bis Fuß geröntgt wird und auch Blutproben entnommen werden. Da aber diese Variante mehr kostet als das Pony für die Tochter, wird darauf verzichtet. Eine tolle Alternative zum eigenen Tier sind die so genannten Reitbeteiligungen oder Pflegepferde. Die Besitzer solcher Pferde suchen jemanden, der sich an Arbeit, Pflege und am Reiten beteiligt. Die Kosten sind überschaubar und wesentlich günstiger. Meist bekommt man eine Beteiligung für 50 bis 100 Euro monatlich und darf sich zwei- bis dreimal wöchentlich um das Pferd kümmern. Zusätzliche Kosten wie Tierarzt, Hufschmied und Ausrüstung trägt meist der Besitzer oder sie werden prozentual verrechnet. Das Gute an der Sache ist, dass man diese Reitbeteiligungsverträge kündigen kann und keinen Stress mit dem Wiederverkauf des Pferdes hat, wenn das Kind kein Interesse mehr am einstigen Traum Pony hat.

Aus dem Pony herausgewachsen

Auch sollte man sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, dass kleine Kinder größer werden. Das Pony, das jetzt von der Größe her passt, wird in ein, zwei Jahren zu klein sein. Sollte das Kind bisher keine Erfahrung mit Pferden haben, ist ein Besuch in einer Reitschule sinnvoll. Dort lernt es den Umgang mit Pferden, die Pflege und natürlich das Reiten. Auch Reiterferien auf einem Ponyhof sind nützlich, um in die anderen Arbeiten wie Ausmisten und Füttern eingebunden zu werden. Oft hat sich nach einem heißen Sommer, in dem die Tochter lieber im Freibad liegt oder im eiskalten Winter, in dem sie durchgefroren auf dem Ponyrücken ihre Bahnen dreht, der Traum vom Pony ausgeträumt. Darum sollten sich Kinder erst einmal eine längere Zeit bei der Arbeit mit einem Pony bewähren, bevor sie ein eigenes bekommen. Denn auch Ponys sind Lebewesen, die nicht gerne von Stall zu Stall ziehen und immer wieder andere Besitzer bekommen. Es gibt genügend Pferde, die sehr anhänglich und sensibel sind und sich schwer tun, immer wieder mit neuen Situationen zurecht zu kommen.

Anja Fleckenstein

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29.10.2018|